NATURSCHUTZVEREIN
Wanderung zum Cheisacherturm

Ausflug des Naturschutzvereins Frick

Marcel Siegrist
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Die Wetterprognosen sagten für den ganzen Sonntag Regen voraus. Das verhiess nichts Gutes für die bevorstehende Wanderung zum Cheisacherturm. Es war denn auch noch nass, als sich am Nachmittag sieben Personen vom NATURSCHUTZVEREIN FRICK und vom Verschönerungsverein Frick auf dem Schwimmbad-Parkplatz trafen, aber es hatte wenigstens aufgehört zu regnen. Nach einer kurzen Fahrt bis Ausgangs Elfingen ging die leichte Wanderung über Sennhütten, Ampferen Höhe hinauf zum Cheisacherturm.
Schon bald konnten die Wanderlustigen auf dem Weg nach Sennhütten den oberen Teil des filigranen Turmes sehen. Einzelne Nebelschwaden lagen über dem Wald und die Temperatur war merklich zurückgegangen. Nach der Überquerung der Strasse auf der Ampferen Höhe stieg der Weg stetig an. Über den Feldern beim Cheisacherhof kreisten auffallend viele Rotmilane und Mäusebussarde. Am schön gelegenen Rastplatz und an der Sternwarte vorbei erreichten wir den Cheisacherturm.
Mit einer Höhe von 25 Metern steht der wuchtige und trotzdem sehr leicht wirkende Turm auf Gansinger Boden an der Stelle, wo bereits von 1913-1924 ein acht Meter hoher Holzturm stand. Dieser wurde seinerzeit über dem Triangulationspunkt errichtet, welcher für die Landesvermessung von zentraler Bedeutung war. Es waren denn auch die Fundamente des ersten Turmes, welche die Initianten auf die Idee brachten, hier wieder einen Turm zu errichten. Im Oktober 2010 war es nach 5-jähriger Vorbereitung so weit. Ein Schwerlast-Helikopter flog die in Mönthal von Zimmermann-Lehrlingen vorgefertigten Elemente auf den Cheisacher, wo der Zusammenbau innerhalb von zwei Stunden erfolgte. Die tragenden Teile sind aus Lärchenholz, die Verschalungen aus Weisstanne gefertigt. Gesamthaft sind über 40 Tonnen Holz verbaut worden. Zusammen mit den Stahlteilen wiegt der ganze Turm inkl. Fundamenten knapp 175 Tonnen. Die Kosten von CHF 680'000.00 konnten dank vielen Gönnern und Sponsoren gedeckt werden.
Über 109 Treppenstufen erreichten wir die oberste Plattform. Hier, auf 722,2 m ü/M, geniesst man eine atemberaubende Aussicht. Diese reicht vom Säntis über den Titlis bis weit in die Berner und Walliser Alpen und natürlich sind auch die Vogesen und der Feldberg gut zu sehen. Zwar reichte die Aussicht an diesem Sonntag nicht gar so weit, aber die Stimmung mit den tief liegenden Wolken und den sichtbaren Regenzellen war ebenfalls sehr speziell. Die grossen Panoramatafeln und die beiden Fernrohre erleichtern die Bestimmung der Berge und Hügelzüge.
Zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken kehrten wir nach einem kurzen Picknickhalt zum Ausgangspunkt der leichten Wanderung zurück. Sicher werden alle den Turm wieder einmal besuchen. Er hat wirklich zu jeder Jahreszeit - und bei jedem Wetter - etwas zu bieten!
Weitere Infos und Bilder unter: www.nv-frick.ch. (ahhä)

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