Seniorenrat Dietikon
Vortrag: "Demenz - Was ist das?"

Hans-Georg Imhof
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„Demenz- Was ist das?“

Vortrag von Frau Rahel Weisshaupt (Neuropsychologin, lic. phil.) und Frau Jeanette Schläpfer (Sozialarbeiterin FH), Memory-Sprechstunde, Limmattalspital Schlieren

Die Demenz ist eine Leistungsschwäche des Gehirns, die mit weitaus stärkeren Einschränkungen der Gehirnleistungen einhergeht als die Altersvergesslichkeit, die in der Regel ab einem bestimmten Punkt nicht weiter fortschreitet. Die Demenz kann das Gedächtnis, die Sprache, die räumliche Orientierung (sich Zurechtfinden in der Umgebung), die Aufmerksamkeit, die Konzentration und das Verhalten beeinträchtigen. Dadurch ist der Betroffene in seinen Aktivitäten behindert, teilweise so sehr, dass er auf die Hilfe anderer Personen angewiesen ist.

In der vom Seniorenrat Dietikon organisierten Veranstaltung „Demenz – Was ist das?“ haben Frau Rahel Weisshaupt (Neuropsychologin, lic. phil.) und Frau Jeanette Schläpfer (Sozialarbeiterin FH) von der Memory-Sprechstunde des Limmattalspitals Schlieren am 15. Juni 2017 im Gemeinderatsaal Dietikon den zahlreichen interessierten Anwesenden diese Veränderung der Leistungen des Gehirns vorgestellt.

Die Ursachen hierfür können Degenerationserkrankungen des Gehirns sein, zum Beispiel eine Alzheimer- oder Parkinsonerkrankung), aber auch Schlaganfälle, schwere Hirnverletzungen, Infektions- und Entzündungskrankheiten, Hirntumore oder langjähriger Alkoholismus.

Allerdings können Vergesslichkeit und Verwirrung viele Ursachen haben und sind nicht immer das Zeichen einer Demenz. Auch Depressionen, Stresssituationen oder medizinische Erkrankungen können der Grund dafür sein.

In einigen Fällen kann die Ursache einer Demenz behoben werden. Voraussetzung ist es, die Ursache möglichst frühzeitig zu Erkennen (Konsultation des Hausarztes, der den Patienten in der Regel seit viele Jahre kennt), und die dementielle Entwicklung durch Spezialisten abzuklären und möglicherweise zu behandeln.

Neben einer Behandlung mit Medikamenten ist es wichtig die weitere Zukunft zu planen. Insbesondere sollen mögliche Entlastungsmassnahmen – für die Betroffenen selber, aber auch für ihre Angehörigen - besprochen werden. Das Ziel dabei ist, dass die Betroffenen möglichst lange mit Unterstützung zuhause in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

Frau Karin Ament, (Pflegeexpertin HöFa II, Leitung Pflege- und Betreuung) stellte den Anwesenden das Beratungs- und Betreuungsangebot des Alters- und Gesundheitszentrum (AGZ) Dietikon für von Demenz betroffene Menschen und deren Angehörige vor.

Am Schluss beantworteten die Referentinnen die Fragen der Zuhörer.

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