Hauswirtschaft Aargau
Vom Familienbetrieb zum Grossunternehmen

Thomas Gutmann
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Firmeninhaber René Rohr stellt das Unternehmen vor
Die Erfa-Gruppe lernt die Firma Rohr kennen

Am Frühjahrs-HBL-Erfa-Treffen vom 16. März 2016 nutzten nicht nur hauswirtschaftliche Betriebsleiter/-innen, sondern auch interessierte Leitende von institutionseigenen Reinigungsabteilungen die Gelegenheit, die Erfolgsstory des Reinigungsunternehmens Rohr AG an dessen Firmen­sitz in Hausen bei Brugg kennenzulernen und Einblick zu erhalten in das breitgefächerte Tätigkeitsfeld der Firma.

Vor einer Führung durch den Betrieb mit seinen Büro- und Lagerräumen, dem Wagen- und Maschinenpark, der Reparaturwerkstatt und der Wäscherei gab Geschäftsführer René Rohr, Firmeninhaber in dritter Generation, im Schulungsraum einen Überblick über die 86-jährige Firmengeschichte. Was 1930 begonnen hatte als Familienbetrieb, der per Velo unterwegs war, wuchs kontinuierlich an. Zum anfänglichen Kerngeschäft der Unterhalts- und Baureinigungen kamen im Laufe der Zeit weitere Tätigkeitsfelder hinzu: die Spezialrei­nigungen, z.B. Fassadenreinigung oder die Reinigung von Reinräumen; Gartenunterhalt, Hauswartungen und technischer Unterhalt von Liegenschaften; Beratung von kundeneige­nen Reinigungsdiensten sowie Schulungen für das Personal anderer Firmen.

Heute sind rund tausend (vielfach in Teilzeit angestellte) Mitarbeitende für das Unterneh­men tätig; sie betreuen 3000 Stammkunden, führen in tausend vorwiegend in der Nord- und Zentralschweiz gelegenen Objekten Unterhaltsreinigungen und Hauswartungen durch und darüber hinaus in der ganzen Schweiz jährlich mittlerweile gegen 10'000 Spezialreini­gungsaufträge. In der Unterhaltsreinigung sind zu drei Vierteln Frauen tätig, bei den Spe­zialreinigungen zu 90 Prozent Männer. Die Mitarbeitenden unter­stehen dem Gesamt­arbeitsvertrag und werden firmenintern für ihre Tätigkeitsfelder ge­schult; wo nötig, erhalten sie auch Deutschkurse – in der Belegschaft sind fünfzig Natio­nen vertreten!

Unabdingbar für eine reibungslose Auftragserfüllung ist eine gute Einsatzplanung: die Ad­ministration beliefert gegen Abend die Vorarbeitenden mit den Aufträgen und der Team­zusammensetzung für den nächsten Tag, damit sie sich vorbereiten und das benötigte Material bereitstellen können. Kurzfristige Änderungen werden bei Arbeitsbeginn am Mor­gen verarbeitet. Da das Sommerhalbjahr arbeitsintensiver ist, erhalten Mitarbeitende, die in dieser Zeit keine Fehltage haben, eine Prämie ausbezahlt. Die Ferien werden mehrheit­lich im Winterhalbjahr bezogen – zusammen mit dem Abbau von geleisteten Überstunden können ausländische Angestellte dann mehrere Wochen in ihrer Heimat verbringen.

Den Ausführungen von René Rohr war zu entnehmen, dass der Firma nicht nur die Kun­denzufriedenheit wichtig ist, sondern ebenso auch diejenige der Mitarbeitenden. Zeugnis davon gibt auch der Grillplatz, wo im Sommer gemeinsame Nachtessen stattfinden, und die Cafeteria, wo es auch mal einen Fondueplausch für das Personal gibt. Ebenda fand das Erfa-Treffen bei einem Apéro seinen kulinarischen und geselligen Abschluss. Organi­satorin Claudia Dammann bedankte sich im Namen aller herzlich für diesen informativen Nachmittag, den die Teilnehmenden um viele Eindrücke und auch eine Tasche mit prakti­schen kleinen Geschenken reicher verliessen.