Männerchor
Vo Meieberg uf Bänzeschwil

Hansruedi Helbling
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Bilder zum Leserbeitrag

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Bluestwanderung des Männerchors Buchs

Viel Mut bewiesen die Organisatoren der Bluestwanderung: Am regnerischen, grauen Samstag vertrauten sie auf die Wetterprognose und sagten die geplante Wanderung allen Zweiflern zum Trotz nicht ab. So versammelte sich eine eher warm bekleidete Gruppe in relativer Frühe am Sonntag auf dem Bahnhöfli in Buchs zur Fahrt mit S14 und SBB ins Oberfreiamt. Mit den in Aarau Zugestiegenen rundete sich die Gruppe aus Sängern und Anhang auf 30 auf. Von Sins aus mit privaten Mitteln nach Meienberg transportiert, erwartete die Wandernden zuerst eine Überraschung. Ein gespendeter Aufmunterungs-kaffee vertrieb die letzten Zweifel: Es sollte ein schöner Tag werden. Dann auf dem Platz des ehemaligen Städtchens die historische Aufklärung: Meinberg, damals eine mittelalterliche habsburgische Kleinstadt, wurde nach dem Sempacherkrieg von den Eidgenossen so radikal zerstört, dass sie sozusagen vom Erdboden verschwand.

In zügigem Schritt ging es sodann auf dem Freiämterweg durch satte Wiesen, vorbei an grossen Gehöften, deren Baustil oft eher an Luzern denn an den Aargau denken liess. Wie herrlich hellgrün waren die frisch gewaschenen Wälder im ersten Frühlingskleid. Und hier und dort grüsste auch ein herrlich blühender Kirschbaum. Rechtzeitig zur Mittagszeit erreichten die Wandernden, die sich inzwischen meist schon aus den wärmsten Jacken geschält hatten, die prächtige, bodenständige Waldhütte Mühlau – allerdings wurde die Wanderung vorher noch aufgelockert durch einen Überraschungsapéro en route. Schon prasselte das vorbereitete Feuer im Grill, das Mittagspicknick begann. Mitgebrachtes wurde gebraten und verzehrt, Tranksame durch die Organisation grosszügig geliefert.

Nach der gemütlichen Verpflegungsrast brach die Gruppe auf zur letzten Etappe. Und siehe da, diese konnte im hellen Sonnenschein beendet werden. Das beschwingte die Wandernden dermassen, dass in Benzenschwil sogar ein früherer Zug als vorgesehen bestiegen werden konnte. Fröhlich, aber je nach Kondition (und Mittagskonsumation) auch ein wenig müde liess man sich durch die SBB auf direktem Weg nach Aarau und mit sofortigem Zuganschluss nach Buchs zurückbefördern. Mit herzlichem Dank an Organisator Urs und den Wanderleiter Hansjürg verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ausgangspunkt. Sie hatten bei guten Gesprächen einen für viele wenig bekannten schönen Teil der engeren Heimat wandernd kennen gelernt.

Bericht von Aaron Geissmann

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