Frauensportverein
Vereinsreise des Frauensportvereins SVKT Schneisingen

Prächtiger Tag in der Innerschweiz

Irène Brunner
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Turnerinnenreise des Frauensportvereins SVKT in die Innerschweiz, ins Flüeli-Ranft

Schneisingen (bi) Ein strahlend blauer Himmel präsentierte sich, als sich morgens um halb acht eine 48-köpfige Turnerinnenschar des SVKT Schneisingen beim Schulhaus besammelte, um ihre traditionelle Erna-Reise anzutreten. Ziel war dieses Jahr die Innerschweiz. Frohgelaunt bestiegen die Frauen den ellenlangen Car und schon bald konnte die Fahrt beginnen, am Steuer Chauffeur Ferdinand. Die Reiseleiterin Erna Marti begrüsste die muntere, buntgemixte Schar. Sie gab der Freude Ausdruck, dass diesmal auch Turnerinnen der jüngeren Garde mitfahren und bemerkte, dass die jüngste Teilnehmerin 42-jährig und die älteste den 85igsten hinter sich hat. Wie gewohnt gab sie noch einige Details zum Programm bekannt und wünschte allen einen schönen, unbeschwerten Tag.

Nachdem der „Piazza Insalata" von Baden gemeistert wurde, ging es weiter Richtung Fislisbach, durch das enge Städtchen Mellingen und weiter durchs schöne, weite Freiamt mit seinen bekannten Merkmalen, dem Kloster Hermetschwil und der Klosterkirche Muri. Wie schnell vergeht doch die Fahrt, wenn vor lauter Austauschen der aktuellsten Neuigkeiten kaum Zeit bleibt, aus dem Fenster zu schauen. Bereits hatte man Sins passiert als der Car bei Dietwil auf die Autobahn wechselte. Einen letzten Blick auf den Zugersees werfend, gings zügig vorbei an Luzern, durch den Lopper, bis Sarnen. Auf schon etwas schmäleren, kurvigen Strassen erreichte die Reisegesellschaft Melchtal. Man hatte noch etwas Vorsprung auf die Marschtabelle und so beschloss der Chauffeur, eine Schlaufe durch die alpine Landschaft bis zur bekannten Stöckalp, Ausgangspunkt zur Melchsee-Frutt zu machen. Im Hotel Alpenhof dachten sie wohl, als die Riesenkarosse vorbei fuhr, die Aargauerinnen hätten sich's anderns überlegt und würden den Kaffee wohl woanders trinken. Doch kurze Zeit später, sassen alle in der schattigen Gartenwirtschaft des Jugenstil-Hotels, inmitten der reizvollen Natur und genossen Kaffee und Gipfeli. Auf der einen Seite steht in Melchtal ein Benediktinerinnenkloster, auf der andern Seite eine in neubarockem Stil erbaute Marien-Wallfahrtskirche. Die Zeit reichte vollends, um das wirklich sehenswerte Gotteshaus zu bewundern. Dass die Frauen nicht nur turnen können, sondern auch singen, bewiesen sie, denn spontan stimmten sie zwei Loblieder an und erfüllten den Raum mit schönen Klängen.

Frisch gestärkt machte sich ein Grossteil der Schar auf, um durch eine sehr reizvolle, malerische Gegend zu wandern, der Melchaa entlang. Nach gut einer Stunde hatten die Wanderfreudigen das Ziel erreicht, das Flüeli-Ranft, besser gesagt, das idyllisch gelegene Hotel Klausenhof, wo die „Fahrenden" bereits warteten. Das anschliessende, reichhaltige, feine Mittagessen liess keine Wünsche offen und mundete vorzüglich.

Während die einen der Einsiedelei des Bruder Klaus einen Besuch abstatteten, zogen die andern es vor, unter schattigen Bäumen an diesem ruhigen Ort zu verweilen, einen Blick in das Geburts- oder Wohnhaus des Heiligen zu werfen und anschliessend den Durst zu löschen. Die ganz Sportlichen machten sich bereits auf die Socken, um den Weg bis Sachseln unter die Füsse zu nehmen und die „Geniesserinnen" legten den Weg per Car zurück. So oder so, alle fanden sich in Sachseln wieder zur Weiterfahrt nach Alpnachstad, wo noch eine Extrarunde zurückgelegt werden musste. An der vorgesehenen Strasse wurde gebaut, unmöglich für den 50-Plätzer, die Stelle zu passieren. Die grosse Ueberraschung war nun, dass noch eine Schifffahrt gebucht war. Erwartungsfroh standen die Aargauerinnen am Schiffssteg für die Fahrt Richtung Luzern. Herrlich war sie, diese Schifffahrt, bei tiefblauem Himmel, einer leicht wehenden Brise und den herrlichen Bergen rund um den See. Auch Gebäude wie das bekannte Hotel Fürigen am Fusse des Bürgenstock oder das herrschaftliche Schloss Meggenhorn mit der neugotischen Schlosskapelle an seiner Seite glänzten in der Sonne und beeindruckten.Die gut einstündige Fahrt genossen alle sehr, die „skyline" von Luzern war Zeichen zum baldigen Aussteigen.

Der Aargauercar stand bereit und der Chauffeur war damit beschäftigt, den Wagen auf kühle Temperaturen zu bringen. Alle sassen schon im Car, aber zwei Personen fehlten, man wartete, wartete und wartete. Wollten Mutter und Tochter wohl ein Konzert im nahen KKL besuchen , oder wollten sie noch ein Schnäppchen ergattern in einem schönen Luzerner-Lädeli ? Nachdem eine „Lotsin" losgeschickt wurde und fündig wurde, waren alle froh, die Vermissten wohlbehalten im Car zu wissen. Im Busbahnhof von Luzern hat es so viele Leute und Vehikel, da kann man wohl die falsche Richtung einschlagen.

Die Heimfahrt führte die Schneisinger durch den Abendverkehr der prächtigen Stadt Luzern und auf das neue Teilstück der Autobahn durch das Säuliamt. Dank dieser schnellen Route erreichte die Turnerinnenschar das Alpenrosendorf bereits vor 19.00 Uhr, glücklich und ziefrieden über den prächtigen, erlebnisreichen Tag. Der Organisatorin Erna Marti sei nochmals ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

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