Unterhaltungsabend mit dem Männerchor Neuenhof

Zauberhafte Lieder aus Operetten

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Ein Maiabend wie aus dem Bilderbuch, dazu ein Strauss wunderschöner Lieder und dies alles in einer zum Konzertsaal umfunktionierten, schön dekorierten Turnhalle die mit Blumenschmuck auf Bühne und auf den Tischen eine schöne Ambiance herbeizauberte. Speziell der schöne, mit Rosen geschmückte Torbogen auf der Bühne, gab vielen Szenen ein besonderes Gepräge.

Der Unterhaltungsabend des Männerchores Neuenhof wurde seinem Namen gerecht! Leider konnte kein Pressevertreter zum Besuch dieser Veranstaltung gewonnen werden, womit diesem Bericht vielleicht etwas die objektive Beurteilung fehlt. Es liegt an mir, einem direkt beteiligten, aktiven Sänger, über diesen Anlass zu schreiben und ich probiere dies, so sachlich wie möglich zu machen. -
Der Unterhaltungsabend stand diesmal ganz im Zauber der Operette. Mit dem Einzugsmarsch aus dem „Zigeunerbaron", brachte der Männerchor gleich den richtigen Schwung in das Programm. Der Bariton Erwin Heusser liess mit dem wunderschönen Stück „Ja das Schreiben und das Lesen" gleich noch einen weiteren Hit aus dieser schönen Operette folgen. Dann war wieder der Männerchor an der Reihe und erntete mit dem wohl schönsten Lied aus Lehars Operette, der lustigen Witwe, dem „Vilja-Lied" viel Beifall. Es folgten zwei schöne Lieder aus dem „Bettelstudent", die vom Bariton und von Bariton mit Chor hervorragend dargeboten wurden. - Jetzt lag es an der Sopranistin Monica Angelini zu zeigen, dass die „Christel von der Post" nicht nur grossartig singen, sondern auch mit dem Publikum flirten kann. Der Abschluss des ersten Programmteiles vereinigte Sopranistin und Bariton zum schönen Schwalbenduett aus der „Csardasfürstin".von Emmerich Kalman. - In der für die Beteiligten verdienten und von den zahlreichen Zuhörern gewünschten Pause wurden im Nu die Lose der originellen Tombola verkauft, bei der schon jedes Los zum Treffer wurde. Für einige Glückliche gab die Glücksgöttin Fortuna sogar noch einen schönen Preis obendrauf. Der reichhaltige Gabentempel wurde von vielen, dem Männerchor gewogenen privaten Spendern und unseren Freunden vom Neuenhofer Gewerbe unterstützt. Herzlichen Dank diesen, sowie auch anderen grosszügigen Sponsoren dieses Anlasses. -

Nach der Pause sangen Chor und Solisten ein grosses Potpourri aus „Maske in Blau" und einmal mehr wurde auch der Männerchor von den schönen Stimmen der Solisten mitgerissen. Es folgte das Duett „das eine kann ich nicht verzeihn" aus der Operette Wiener Blut und der Chor setzte mit den „Wiener Walzerklängen" einen würdigen Schlusspunkt unter ein wunderschönes, gut gelungenes Operettenkonzert. Es gefiel dem Publikum so gut, dass den Interpreten auch noch einige Zugaben abverlangt wurden, was diese auch gerne machten.-
Was der Männerchor mit diesem Konzert geleistet hat, war nicht nur der Erfolg jedes einzelnen aktiven Sängers, der dafür in vielen Proben und Zusatzproben stark gefordert wurde. Der Erfolg ist auch ein grosser Verdienst einer Dirigentin, die mit nicht nachlassender Energie den Chor zu dieser guten Leistung angetrieben hat. Anke Litzenburger ist nicht schnell zufrieden zu stellen, ich denke, wir haben es trotzdem geschafft. Ein grosses Kompliment gebührt unseren Solisten, der Sopranistin Monica Angelini und ihrem Partner auf der Bühne und im Leben, dem Bariton Erwin Heusser. Mit ihren wunderschönen Stimmen haben sie dem Konzert den Glanz verliehen, der alle verzaubert hat. Chor und Solisten wurden bei ihren Darbietungen von der guten Pianistin Lily Scheck hervorragend unterstützt, die dem Klavier einfühlsame, wunderschöne Töne entlockte. Ein Kompliment verdient auch der Conferencier Ruedi Albisser der alle Vorträge gekonnt, mit Witz und Humor gewürzt, ansagte und damit gut durch den Abend leitete. Natürlich war der Abend für viele noch lange nicht zu Ende. Mäsi spielte ja noch zu Tanz und Unterhaltung auf und brachte dabei noch einmal eine gute Stimmung in den Saal. Ich denke, ich habe diesen Abend so geschildert, wie er allen Zuhörern, allen Beteiligten und damit auch mir gefallen hat.
Armin Poznicek

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