Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden
Unterentfelder Mosttag wieder ein voller Erfolg

Thomas Hersche
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Bilder zum Leserbeitrag

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Frischer Most in Petflaschen Nach dem Mosten kann der frisch gepresste Saft abgefüllt werden.

Frischer Most in Petflaschen Nach dem Mosten kann der frisch gepresste Saft abgefüllt werden.

Der Unterentfelder Mosttag 2014 wurde wieder rege benutzt: 1’270 Kilogramm Äpfel sind zu Süssmost verarbeitet worden.

Die beiden Vereine, Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden und Biologischer Gartenbauverein Unterentfelden, haben offenbar mit der Durchführung des Mosttages ein Bedürfnis der Bevölkerung erkannt. Nur so ist zu erklären, dass nach dem Rekordergebnis des Vorjahres die Mostmenge noch um einen Viertel gesteigert werden konnte. Die Besucherinnen und Besucher brachten 1.27 Tonnen Äpfel auf den Gemeindehausplatz, aus denen der Störmoster Hans Nussbaum 870 Liter Süssmost presste. Offenbar ist es den Besuchern mit eigenem Obst wichtig zu wissen, dass sie zu Hause den Most der Äpfel ihres Apfelbaumes aus ihrem Garten trinken können.

Das Schöne am Unterentfelder Mosttag ist, hautnah miterleben zu könne, wie Most entsteht: Die Äpfel werden gewaschen und geraspelt, die entstandene Maische wird in die Presstücher gekippt und anschliessend wird gepresst. Der Most fliesst dann vor den Augen der interessierten Besucher in die bereitgestellten Behälter. Wer will, kann sogar mithelfen. Ein kleines Mädchen tat dies ebenfalls und hat seinem Vater geholfen, die Äpfel aus dem Waschwasser zu fischen. Die Kleine mit den Händen, der Vater mit einem Korb. In dem Moment, als der Vater mit viel Schwung einen Korb voller Äpfel aus der Wanne fischt, verliert das Kind seinen Schnuller samt Plastikkette, und schon ist das Ding zu Birchermus zerkleinert. Konsequenz: Der Most hat ein Nuggi-Aroma, das Kind ist sehr traurig und weint, und das Fotosujet ist natürlich auch weg.

Ein eigentlicher Hit waren auch dieses Jahr die Öpfelchüechli mit warmer Vanillecreme. Wegen des früheren Erntezeitpunktes konnten diese jedoch nicht mit den beliebten Jacques Lebel-Äpfeln gemacht werden, sondern mit Boskoop. Das Kuchenbuffet lud Jung und Alt zu einem feinen Kaffee ein. Martin Bolliger, der wie immer für die Apfelausstellung verantwortlich zeichnete, hatte alle Hände voll zu tun mit Auskünften zu alten Obstsorten und mit dem Bestimmen derselben.

Das herrliche Herbstwetter hat es mit den Organisatoren wiederum sehr gut gemeint, was zu einer gemütlichen und stimmigen Atmosphäre führte. Dazu beigetragen hat auch das Duo Tellirain mit ihren Alphörnern, das den Anlass musikalisch umrahmte.