Unihockey vom feinsten beim «Heimspiel in Baden»

Roman Geissmann
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Spreitenbacher Jubel, Grosswangner Ärger Foto: Lucas Hodel.
Der Banner der Fans wird hinter den Spielerbänken aufgehängt. Foto: Lucas Hodel.

Am 13. März spielte Spreitis 1. Mannschaft die 8. Saisonrunde der 2. Liga KF. Schon vier Stunden vor dem ersten Bully traf sich das ganze Team in der WG dreier Spieler zum gemeinsamen Spaghetti-Plausch. Mit Pasta zum Erfolg – so das Motto.

Gespielt wurde dann in der BBB-Turnhalle in Baden. Man wusste ja, dass man in Baden, zehn Autominuten von zuhause, mit Unterstützung rechnen konnte. Aber die Jungs wurden an diesem Sonntag wahrhaftig überrascht – viele Spreitenbacher Fans verschafften dem Team wortwörtlich ein «Heimspiel in Baden». Sie kamen mit Trommeln und Bannern und waren eine lautstarke und echte Unterstützung für das Team. «Die Unterstützung war grandios!», liessen sich dann auch mehrere Spieler zitieren.

Zum Sportlichen: Im ersten Spiel traf Spreiti auf das Tabellenschlusslicht Waltenschwil. Nach der 1:8-Klatsche zuletzt gegen den neuen Tabellenführer Riehen war vom Team eine Reaktion gefragt. Und die kam auch: Zur Pause führten die mit Spaghetti gestärkten Spreitenbacher 5:1. Und nach dem Seitenwechsel waren die Waltenschwiler je länger, je mehr vom Tempo überfordert. Mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit wäre hier für Spreitenbach mehr drin gelegen als der am Ende trotzdem souveräne 9:1-Erfolg. Pflicht erfüllt, mehr nicht. Denn noch wartete im zweiten Spiel eine harte Nuss...

...der TV Grosswangen. Im Hinspiel hatte Spreiti gegen dieses Team beinahe verloren – erst in den Schlussminuten konnte man unter gütiger Mithilfe des Gegners einen Rückstand noch in einen Sieg umwandeln. Man war also gewappnet, dass der Gegner auf Revanche aus sein würde. Gepaart mit der wahrhaftig spürbaren Geilheit, eine Reaktion auf die Klatsche gegen Riehen zu zeigen, und mit dem grandiosen Support der Zuschauer, war dies der Antrieb zu einer fantastischen Startphase. Schon bald sah sich Grosswangen mit einem 0:5-Rückstand konfrontiert. Die gefrusteten Rottaler begannen fortan, aggressiver zu spielen und hielten auch mit teils ziemlich dreckigen Fouls nicht zurück. Spreiti liess sich kurzzeitig irritieren und verlor den Faden. Grosswangen schoss das 1:5. Und mit diesem Resultat ging es auch in die Pause. Diese nutzte Coach Grubenmann dazu, seine Mannen wieder auf das Wesentliche zu fokussieren: Das Spiel. So beruhigten sich die Nerven (auf beiden Seiten) und Spreiti fuhr einen absolut souveränen 8:2-Sieg ein.

Die letzte Saisonrunde findet am 10. April in Dübendorf statt. Spreiti ist wieder Leader. Und will das auch bis zum Schluss bleiben. «Hasta La Vista» stand auf einem Banner der Fans – das heisst «auf Wiedersehen», auf Wiedersehen hoffentlich am 10. April! Einen solchen Support kann das junge Team erneut gebrauchen.