Gewerkschaft
Unia Ostaargau trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich

Die Unia Ostaargau blickte an ihrer Jahresversammlung auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Nebst den ordentlichen Geschäften und der Jubilarehrung stand der Abend im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Gewerkschaft Unia Region Aargau-Nordwestschweiz
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Ein aussergewöhnliches Jahr liege hinter ihnen, betonte Alex Ineichen, Präsident der Unia Ostaargau vor den 120 Mitglieder und zahlreichen Gästen an der Jahresversammlung der Unia Ostaargau. Mit dem ersten ordentlichen Unia Kongress vom letzten Herbst und der Neu-Organisation der Unia Region Aargau sei die Gewerkschaft vier Jahre nach ihrer Gründung in eine neue Phase getreten. Sie sei heute gut aufgestellt und bereit für die grossen Herausforderungen der Zukunft.

Das sei auch nötig, griff Kurt Emmenegger, Geschäftsleiter der Unia Aargau, den Faden auf. Denn die Gier der Abzocker und Finanzhaie drohe die Wirtschaft in eine der schlimmsten Krisen seit langem zu reissen. Vor allem in der Industrie reagieren die Unternehmensführungen bereits mit massiven Entlassungen. Alleine im Aargau habe die Arbeitslosigkeit seit letztem September um fast 50% zugenommen - mit den entsprechenden sozialen Folgen. Folgen, die es u.a. am 1. Mai unter dem Motto "Krise bekämpfen - Jobs und soziale Sicherheit" abzuwenden gelte.

Paul Rechsteiner, Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, hieb in dieselbe Kerbe. Gerade wir als Gewerkschaften seien heute besonders gefordert. Es gelte den Weg zurück zu einer vernünftigen Lohnpolitik, zu einer vernünftigen Steuerpolitik (wer mehr hat muss auch mehr zahlen), kurz: zurück zu einer Verteilungsgerechtigkeit, zu finden. (sg)