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TV Möhlin Handballer empfangen Tabellenleader Zofingen

Die Erstliga-Handballer des TV Möhlin empfangen am kommenden Samstag (19 Uhr, Steinli) Tabellenleader Zofingen. Nach zwei Unentschieden gegen Muotathal und Willisau ist nun ein Sieg gefordert.

Marcel Siegrist
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Mit Leader Zofingen kommt das letzte der drei Topteams in dieser Gruppe in die Steinlihalle. Das Viertplatzierte Möhlin hat bisher in den vorgängigen Spitzenspielen gegen Muotathal (30:30) und Willisau (28:28) gute Arbeit geleistet. Zwei Punkte gehen entsprechend in Ordnung. Nun aber muss, und da sind sich alle Spieler einig, ein Sieg gegen Zofingen her, wollen sie weiter um einen der beiden Aufstiegsrundenplätze mitmischen.
Während sich Zofingen am Wochenende zu Hause gegen Frick einen knappen 29:28-Sieg erzitterte, und sowohl Willisau (28:22 gegen Endingen 2) als auch Muotathal (27:20 gegen Olten) zu je zwei Punkten kamen, genossen die Möhliner ein freies Weekend. "Ich denke nicht, dass diese Pause ein Nachteil für uns ist", meint Möhlins Rückraumspieler Premtim Zeqai. "Wir hatten wichtige Spiele, konnten uns davon erholten und sind nun parat für die Begegnung gegen Zofingen."
In der letzten Partie gegen Willisau lastete viel Verantwortung auf Zeqai. Thomas Kern wurde eng gedeckt, dazu bei Zeitstrafen auch noch Igor Deric. Zeqai konnte zeigen, was er konnte, der Raum dafür stand ihm zur Verfügung - und er nutzte ihn. "Ich drücke mich nicht vor der Verantwortung, war mir aber auch in diesem Moment nicht bewusst, was auf mir lastete. Ich gab einfach mein Bestes." Sein bestes Handball ist nun auch am Samstag gegen Zofingen gefragt. "Wir müssen gewinnen, denn wir wissen, dass ein Remis wohl nicht reichen wird, um vorne mitzumischen."
Gegen Zofingen verlor Möhlin in der Hinrunde trotz verkorkstem Start nur knapp mit 28:30. Deric fehlte ebenso verletzungsbedingt wie auch Zeqai aufgrund seiner Blinddarm-Operation. Zeqai ist überzeugt, dass wenn der Start nun glückt, Möhlin gute Chancen hat zu gewinnen. "Ich schätze Zofingen nicht stärker ein als wir. Es wird ein ausgeglichenes Kampfspiel werden. Wir haben sicher keine Angst vor diesem Gegner. Sie kommen zu uns, dann müssen sie Respekt zeigen." Schliesslich hat sich in der Handball-Szene längst herumgesprochen, dass die Fricktaler zu Hause um einiges stärker spielen als auswärts und die Goalie-Brüder Michael und Daniel Vogel jeweils zu Höchstform auflaufen.
Auch die schlechte Penalty-Auswertung des TVM hat sich im Willisau-Spiel verbessert. "Siebenmeter gehören immer noch nicht zu unseren Stärken", lacht Zeqai, "aber es wird besser." Der junge Rückraumspieler hält sich bei dieser Aufgabe zurück. "Es hat sich nie ergeben, dass ich zum Siebenmeter-Punkt antreten muss. Fredi Lampe, Igor und Thomas sind eigentlich sichere Werfer. Deshalb würde ich mich nie aufdrängen, es sei denn der Trainer würde mich schicken."
Möhlins stabile und starke Abwehr wird erneut gefordert sein, und sie tut gut daran, diesmal besser vor allem auf Jonas Loretz und Fabian Müller aufzupassen, welche im Hinspiel je sechsmal erfolgreich waren. Doch allein diese beiden im Auge zu behalten reicht auch nicht, denn die Zofinger haben ein homogenes, schwer auszurechnendes Mannschaftsspiel. Das Team ist der Star, kein Einzelspieler. Dies unterstreicht auch die Erstliga- Torschützenliste. Bis zum 21. Rang ist kein einziger Spieler des TVZ zu finden.
Möhlin ist gut drauf und freut sich auf die Auseinandersetzung. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Florian Hürbin, Sebastian Schmid und Marc Adler sind alle fit. Die Mannschaft ist sich der guten Ausgangslage auf Position vier bewusst, weiss aber auch, dass nur ein Sieg sie weiterbringt.
Immer noch haben die Fricktaler nämlich zwei Spiele weniger bestritten als der Leader Zofingen (28 Punkte) und der Dritte Willisau (25 Punkte). Der TVM weist 21 Punkte aus 15 Partien auf. Der Zweite Muotathal hat gar drei Spiele mehr bei 26 Punkten. Trainer Kai Wetzel hält immer noch an seinem Ziel fest, aus den drei aufeinander folgenden Heimspielen gegen Muotathal, Willisau und Zofingen mindestens vier Punkte zu holen. Zwei Zähler hat sein Team schon geholt, und nur noch eine Partie steht offen. (vkr)