Sportverein
Turnfahrt 2010

Der Sportverein Suhr suchte und fand die Steinböcke am Niederhorn

René Schneider
Merken
Drucken
Teilen
3 Bilder

19 Turnerinnen besammelten sich für die traditionelle Turnfahrt am Sonntag, 29. August 2010 auf dem Bahnhof Aarau. Die Prognosen versprachen einen sonnigen, jedoch kühlen Tag. Wir waren alle dementsprechend optimistisch gestimmt, obwohl es am frühen Morgen noch geregnet hatte. Gutgelaunt fuhren wir mit dem Zug nach Thun, um uns anschliessend auf dem Schiff bis zur Beatenbucht bei herrlichem Sonnenschein mit Kaffee und Gipfeli verwöhnen zu lassen. Nun ging es bergauf, zuerst mit der Standseilbahn und dann mit der Gondelbahn auf das Niederhorn. Als erstes machten wir uns sogleich auf zum Gipfel. Der versprochene Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau liess zwar zu wünschen übrig, doch der Blick hinunter ins Justistal war wunderbar. Schnell wurde noch das obligatorische Gruppenfoto gemacht, bevor für 16 Turnerinnen die Wanderung Richtung Gemmenalphorn begann, die anderen drei entschieden sich, mit der Bahn wieder hinunter zu fahren und mit einem gemütlichen Spaziergang durch Beatenberg zu unserem Treffpunkt in der Waldegg zu gelangen.
Für die Wanderinnen begann nun eine schöne Gratwanderung. Immer wieder gab es Stellen, an welchen man einen Blick in die Tiefe ins Justistal werfen konnte. Nur die andere Seite Richtung Eiger und Co. blieb uns weiterhin verwehrt. Eine Wolkenbank hatte sich genau davor festgesetzt. Sonne und Wolken wechselten sich auch über uns ständig ab und die kühle Temperatur liess sogar das Thema „Handschuhe" aufkommen - während die Reiseleiterin nur im T-Shirt unterwegs war. Auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Burgfeldstand auf 2063 m angekommen, war es genau Mittagszeit. Also machten wir es uns gemütlich und liessen uns das mitgebrachte Essen schmecken. Einige Bergdohlen leisteten uns dabei Gesellschaft, einige konnten wir nach einiger Zeit sogar mit der Hand füttern. Etwas später konnten wir auch noch ein Murmeltier beobachten. Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten, machten wir uns bald wieder auf den Weitermarsch. Ständig hielten wir Ausschau nach den Steinböcken, von denen es hier eine Kolonie geben sollte. Und wirklich, wir hatten die Hoffnung schon bald aufgegeben, sahen wir sie. Es waren mindestens 20 Stück, ganz junge und ältere, ziemlich nahe oder etwas weiter entfernt.
Nachdem wir sie ausgiebig bewundert und fotografiert hatten, ging es weiter. Kurz vor dem Gemmenalphorn bogen wir rechts ab und machten uns an den ziemlich steilen Abstieg zur Alp Oberberg. Kurz darauf hatten wir die Baumgrenze erreicht, wo uns unsere Pilzexpertin Theres eine kleine Lektion Pilzkunde erteilte. Das letzte Stück unseres Weges ging nun auf der Teerstrasse hinunter. Nach einiger Zeit kürzten wir die Kurven jeweils quer über die Wiese ab. So erreichten wir schliesslich unseren Treffpunkt mit den 3 „Spaziergängerinnen". Diese hatten zuerst Mittagsrast auf dem Niederhorn gemacht und sich dann für den Spaziergang durch Beatenberg ausgiebig Zeit genommen. Laut ihren Angaben hatten sie so viel zu sehen und zu bestaunen, dass sie für den 45minütigen Spaziergang 2 Stunden brauchten.

Nach dem Coupe oder Riesenportion Meringues fuhren wir mit dem überfüllten Postauto hinunter zum Bahnhof in Interlaken und anschliessend, mit Umsteigen in Spiez und Bern mit dem Zug zurück nach Aarau.