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Turnerreise STV Baden GymFit

Marcel Siegrist
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Es war eine stattliche Schar Männerriegler, die – begleitet von 5 charmanten Damen – die dreitägige Reise ins liebliche Südtirol antraten. Einmal mehr verstand es Dölf Huwiler, ein tolles Programm zusammenzustellen mit ausgewogenen Wanderungen und eindrücklichen Besichtigungen, gespicktmit kulturellen Sehenswürdigkeiten und viel Zeit für geselliges Zusammensein.

Ueber den Reschenpass und durch das melerische Vintschgau mit seinen geschichtsträchtigen Burgen und Schlössern sowie ausgedehnten Obstkulturen erreichten wir in Siebeneich an der Südtiroler Weinstrasse termingerecht zum Apéro das Weingut Lacknerhof von Reinhard Rinhofer, wo uns der Winzer mit süffigem Rosé begrüsste, aber auch viel Wissenswerte über die Arbeit in den Reben und das Keltern des Weines näher brachte. Im Restaurant Patauner genossen wir die einheimische, traditonelle Küche mit Speckknödelsuppe, Herrengröst und Speckkrautsalat.

Die südtirolische Landeshauptstadt Bozen lud mit seinen einladenden Marktständen, den Boutiquen und schmucken Beizlein zum Flanieren ein. Bei einem „Hugo“ – es sollte nicht der Letzte bleiben - konnte man das emsige Treiben beobachten und sich dem Gefühl von Ferienhingeben.

Wir quartierten im Hotel Löwenhof in Vahrn ein, wo wir uns bestens aufghoben fühlten. Zudem halfen Pool, Saune und Wellness anlagen mit, unser übers Jahr wöchentlichen Training schon erreichte, gute Fittness noch zu steigern, sofern diese eine Steiderung überhaupt noch zuliess. Wir speisten wie die Götter und genossen bei Wein und guten Dieskusionen das „dolce far niente“

Der Freitag – Wandern war angesagt – zeigte sich von der besten Seite: strahlblauer Himmel, leichte Brise, angenehme Temperatur, so ist das Wandern nicht nur des Müllers Lust, sondern wird auch uns Stadtturnern zum Vergnügen. Romeo, unser umsichtiger Chauffeur, schraubte den Car in unzähligen Windungen und Kehren (die Tremola lässt grüssen) von 675 auf 2050 m.ü.M nach Kreuztal. In einer dreistündigen Wanderung erreichten wir auf guten Wegen, stets misstrauisch beäugt von grasenden Schafen, die Rossalm. Eine fantastische Bergwelt eröffnete sich uns. Die zackigen Zinnen der Dolomitenkette waren fast zum Anfassen nah und in der Ferne zeigte sich der majestätische Ortler mit seinen 3900 Metern. Ein Panorama zum Träumen. Dann führte uns ein schmaler Pfad an steilen Felshängen entlang zur Schatzenhütte, wo wir von jenen Kolleginnen und Kollegen begrüst wurden, die auf einer etwas einfacheren Route zur Hütte gelangten.

Gemeinsam liessen wir es uns gut gehen: feinster Speckschinken, dann Spaghetti al Sugo, zum Dessert Gelati, und immer genug vom kühlen Weissen aus der Region. Dazu warmer Sonnenschein und liebe Stadtturner um sich. Wahrhaft ein würdiger Abschluss einer tollen Wanderung.

In Brixen fand der südtiroler Brot und Strudelmarkt statt, für uns ein willkommener Einblick in einheimische Tradition und Spezialitäten. Blaskapellen an jeder Ecke. Unsren Damen gefiel aber vor allem die 6 attraktiven Tiroler, die den Schuhplattler mit akrobatischer Eleganz tanzten und echt begeistern konnten. (Sie waren nicht nur gut, sie waren auch sexi). Die engen Gassen mit guten Geschäften und verlockenden Angeboten luden zum Verweilen und Geniessen, aber auch zum Bestaunen ein.

Am Abend machten wir noch einen Rundgang inder eindrücklichen Klosteranlage Neustift, die am Ufer der Eisack liegt und von ausgedehnten Weinbergen umgeben ist. Das im 12. Jahrhundert gegründete Kloster erlebte seine Blütenzeit im 15. und 16. Jahrhundert. Heute betreut das Kloster 30 Gemeinden, beherbergt eine Klosterschule und wirkt als Bildungshaus. Als Besucher spürt man förmlich die turbulente Vergangenheit dieses Klosters.

Auf der Heimfahrt holte uns dann das aufgeschobene Regenwetter ein, das uns bis zurück in die Schweiz begleitete. Sterzing am Fusse des Brenners – immer wieder ein Besuch wert – besitzt laut Prospekt eine der schönsten Eikaufsstrassen des Alpenraums. Auf einem Bummel konnten wir uns davon überzeugen. Sorgfältig restaurierte Bürgerhäuser, alle mit schmucken Erkern, säumen die Gassen und machen das Shoppen zum Vergnügen. Das pünklich mit unserem Eintreffen im Städtchen ein roter Teppich ausgelegt wurde, hatt zwar nichts mit unserem Besuch zu tun, liess uns aber trotzdem schmunzeln.

Ja wir hatten 3 eindrückliche Tage erlebt, viel erfahrungen, gut gelebt, gelacht und diskutiert und uns am kameradschaftlichen Zuammensein gefreut. Sie werden uns in Errinerung bleiben. Dölf – herzlichen Dank für die gekonnte und umsichtige Organisation.