EHC Basel
Tuffet schiesst den Tabellenletzen Neuenburg gegen Basel zum Sieg

Der EHC Basel verliert beim Tabellenletzten mit 1:5 und verpasst damit sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. An drei Toren beteiligt war Timothé Tuffet, im letzten Jahr noch zweitbester Punktesammler in Basel.

Reto Büchler
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Der EHC Basel verliert gegen den Tabellenletzten Neuenburg

Der EHC Basel verliert gegen den Tabellenletzten Neuenburg

Zur Verfügung gestellt

Ohne den erkrankten Joshua Schnellmann aber mit zuletzt drei Siegen sowie den roten Auswärts- und blauen Einlauftrikots im Gepäck machte sich der EHC auf den Weg in die grosse Eishalle von Neuchâtel. Da die Heimmannschaft mit roten Trikots auflief, musste Basel nach dem Aufwärmprogramm ihre blauen Leibchen anbehalten. Wer dies als schlechtes Omen interpretierte, sollte recht behalten. Denn was der EHC Basel im ersten Drittel zeigte, war gar nicht «Oho».
Gleicher Meinung war auch ein selbstkritischer Kapitän Cyrill Voegelin: « Heute ist es von uns eine katastrophale Leistung gewesen. Wir haben nicht umgesetzt, was wir wollten. Diese Niederlage nervt extrem und ist absolut unnötig. Man muss in jedem Spiel 100% geben, denn diese Liga ist sehr ausgeglichen. Da kann jeder gegen jeden gewinnen. Vielleicht haben wir das Gefühl gehabt, es geht nach den vorangegangenen Siegen so einfach.»

Tatsächlich war der Auftritt etwas nonchalant. Die Neuenburger spielten einfach und schnell nach vorne, wurden kaum gestört und hatten dadurch viel Platz. Insbesondere der Ex-Basler Tuffet konnte schalten und walten, wie er wollte. Das Umschalten von Offensive auf Defensive war zudem mehr schlecht als recht.

Unnötige Gegentore

Wenn es mal im Spiel nicht so läuft erhält Basel dann immer mal wieder die sogenannt unnötigen Gegentore. Beim ersten Gegentor wurde Kohler durch einen Steilpass auf Laspina überrascht. Das zweite ging eine unnötige Strafe voraus und beim dritten Gegentor traf Gfeller unglücklich ins eigene Tor. Wir müssen 100% Körperspannung haben und Puck und Gegner vor dem eigenen Tor wegräumen, um solche unnötigen Gegentore zu verhindern», so Voegelin.

Rangliste

1. Brandis 10 Spiele/22 Punkte. 2.Wiki 10/18. 3. Sion 10/17. 4. Star Forward 9/16. 5. Dübendorf 10/15. 6. Bülach 9/14. 7. Chur 10/14. 8. Seewen 9/13. 9. Basel 9/13 10. Thun 9/12. 11. Düdingen 9/11. 12. Neuchâtel 8/6.

Aber alles bei dieser Niederlage an der Defensive festzumachen ist sicher falsch, denn die Stürmer treffen eindeutig zu wenig. Trotz fünf Gegentoren wäre ein positives Resultat durchaus im Bereich des Möglichkeiten gewesen, wenn die herausgespielten Chancen ausgenutzt und das Powerplay besser gespielt würden.

«Wir müssen als Einheit funktionieren»

Bei 42 Torschüssen muss mehr als ein Tor herausschauen, obwohl in der 15. Minute Guantarios Tor zum 1:3 vom Schiedsrichter nicht gesehen und somit nicht gegeben wurde. Die Meinung dazu des Kapitäns ist klar: «Wir sündigen im Abschluss und das Powerplay ist eine Frechheit. Wir spielen das Powerplay nicht so, wie vorgesehen. Wir müssen als Einheit zusammen funktionieren. Wenn nur einer macht, was er muss, reicht das nicht. Dem gegnerischen Torhüter die Sicht nehmen, machen wir zudem extrem schlecht. Das müssen wir unbedingt verbessern. Das Powerplay wird sehr wichtig in dieser Saison, wo viele Strafen gegeben werden.»
Auch sich selber schliesst er in diese Kritik mit ein, obwohl er heute sein zweites Saisontor erzielte:» Bei der Chancenerwartung erwarte ich anderes von mir. 2 Tore in 9 Spielen ist nicht mein Anspruch. Da muss mehr kommen! Das ist mein Job im Team, den ich im Moment nicht erfülle. Ich arbeite jedoch daran und hoffe mit dem heutigen Tor, das es jetzt wieder anhängt.»
Das nächste Spiel findet am nächsten Dienstag, 24. Oktober um 20:15 Uhr zu Hause gegen den EHC Chur statt. Dann mit hoffentlich 100%igen Einsatz und vielen Toren von Voegelin und seinen Mannschaftskollegen.

Telegramm

HC Université Neuchâtel – EHC Basel 5:1 (3:0; 0:0; 2:1)

Patinoires du Littoral– 241 Zuschauer
Schiedsrichter: Thomas Aegerter; Martin Zimmermann, Micha Wittwer.
Tore: 3. Laspina 1:0; 8. Wunderlin (Valenza) 2:0 9. Tuffet (Y. Kohler) 3:0; 42 Wunderlin (Tuffet) 4:0. 44. Voegelin (Rohrbach, Gurtner) 4:1. 48. Tuffet 5:1.
Strafen: 6 mal 2 Minuten gegen Basel; 6 mal 2 Minuten gegen Neuchâtel.
Torschussverhältnis: 42 (BS):31 (N) (11:10, 13:4, 18:17)
MS Bestplayer: Vogt (BS); Tuffet (N)
Bemerkungen: 8. Timeout Basel; 45. Guantario verschiesst Penalty.


EHC Basel: Osterwalder (ab 2. Drittel Gass); Maurer, Guerra; Gfeller, Gurtner, Kohler, Isler; Hagen, Ast; Giacinti, S. Brügger, Tkachenko; Voegelin, Vogt, Ustsimenka; Guantario, Puntus, Rohrbach; Jeyabalan, Cola, Spreyermann; Headcoach: Reto Gertschen; Ass.- Coach: Michael Eppler.
Absenzen: Schnellmann, Lehner, Cueni, Fluri, Gusset, Cederbaum, M. Brügger, Probst.


Neuchâtel: Chmel (ET: Aeberhard); Cordey, Girardin; Hunziker, Y. Kohler, Laurila; Tuffet, Zinsli, Laspina; Valenza Wunderlin, Berthoud; Rebetez, Bongard, Marion; Rundquist. Headcoach: Marc Gaudreault.