TSV Rohrdorf
TSV Rohrdorf – Bergtour 2012

Sylvana Aegerter
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Bilder zum Leserbeitrag

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André Kaufmann

Eine Schar von 12 Turnerinnen und Turner trafen sich am Samstag pünktlich nach 8 Uhr beim Bahnhof Baden, um die diesjährige Bergtour in Angriff zu nehmen. Über Zürich und Luzern ging es mit dem Zug nach Engelberg, von wo es mit der Luftseilbahn zur Bergstation Ristis auf 1600 m.ü.M. ging. Vor dem grossen Fussmarsch galt es nochmals, alle Hüte und Sonnenbrillen zu montieren und vor allem nochmals tüchtig Sonnencreme aufzutragen, denn das Wetter versprach Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Entlang der Brunibahn (welche wohlverstanden in Betrieb war) ging es zu Fuss zum Brunisee und anschliessend auf dem Walenpfad zu unserem Tagesziel, der Bannalphütte. Auf diesem wunderschönen Höhenweg genossen wir immer wieder die super Aus- und Fernsicht. Zum Glück gab es auch verschiedene Abkühlungsmöglichkeiten, sei es von Innen in einer Besenbeiz auf halber Strecke oder von Aussen im angenehm warmen (wenigstens die oberen 20 cm) Bannalpsee. Bei den herrschend hohen Temperaturen wurden diese Möglichkeiten gerne in Anspruch genommen. Kurz vor der Ankunft wurden auch noch die vier Zwerge von der Alp gesichtet...

Gegen Abend wurden wir von Irma und Turi sowie einer extra eingeflogenen Helfercrew in der Bannalphütte auf 1713 m.ü.M. herzlich begrüsst. Schon bald war klar, dass dies ein gemütlicher Abend werden wird: Liebevoll wurden für uns Gemüse-Dip-Platten mit einem kühlen Weisswein für den Apéro bereitgestellt und auch beim servierten (in einer SAC-Hütte!) Nachtessen musste keiner mit hungrigen Magen den Raum verlassen. Fast einzigartig war auch die vorhandene Dusche, welche nicht nur für einen warmes Wasser hatte. Dass an diesem Abend nur der TSV im Haus als Gast anwesend war, machte das Ganze noch gediegener (vor allem musste nicht schon um 22 Uhr Nachtruhe sein).

Am nächsten Tag ging es nach einem sehr reichhaltigen Morgenessen weiter zu Fuss Richtung Engelberger Rotstock. Dass auch an diesem Tag wieder Schweiss vergossen würde, zeigte sich schon bald, war doch um 7 Uhr bereits 18°C. Über einige Geröllhalden und einem steilen Schlussanstieg konnten wir kurz vor 11 Uhr die grandiose Aussicht auf dem Gipfel des Rotstocks (2818 m.ü.M) geniessen. Die Fernsicht war so gut, dass selbst die Lägern erkennbar waren.

Nach einer kleinen Verstärkung ging es wieder talwärts, zuerst vorsichtig die steilen oberen Passagen, anschliessend im gewohnten zügigen Schritt Richtung Rugghubelhütte. Da gab es endlich wieder etwas Kühles zu trinken. Frisch abgekühlt ging es auf die letzten Kilometer bis zur Bergstation Ristis. Im Wissen, dass nun die langen Fusswege zu Ende sind, wurden wieder die Sandalen montiert.

Nach einem letzten Umtrunk in Engelberg ging es wiederum per Bahn zurück nach Baden. Zum Glück haben alle innerlich noch aufgetankt, ging doch einige Flüssigkeit im nicht klimatisierten Wagen nach Luzern resp. von Zürich bis Baden wieder verloren. Etwas müde, und zum Teil von der Sonne und Wärme gekennzeichnet, trennten wir uns gegen 20 Uhr beim Bahnhof Baden. Dabei waren sich alle einig: das war eine der schönsten und „gemütlichsten“ Bergtour seit langem.

André Kaufmann