TSV Rohrdorf
TSV Rohrdorf auf der Turnfahrt

Sylvana Aegerter
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Bilder zum Leserbeitrag

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Doris Locher

Und da warens nur noch 5. Das war die Meldung am Samstag morgen auf dem Bahngleis in Baden. Vergebens horchten wir auf dir Reservationsansage. Schnell hatten wir durchnummeriert - die Vorteile unserer kleinen Reisegruppe kristallisierten sich aber bereits am Berner Bahnhof heraus. Bereits mit 2 Kaffees waren die Berner am Anschlag. Die Reisegruppe - angeführt durch Nati - merkte aber spätestens in Spiez, dass viele anderen Vereine mit einer weit grösseren Gruppe unterwegs waren und uns im Zug den Platz klauten. Die Berner-Oberländer reagierten schnell und verfrachteten einen Teil unserer Gruppe in einen Extrabus. Gut gelaunt trafen wir in Adelboden ein. Als das Ziel erklärt wurde – der Weg führte anscheinend senkrecht eine Felswand hinauf - mussten zuerst die Traubenzucker ihre Dienste erweisen. Kaum vorstellbar war, dass der selbe steile Weg die Kühe auf die Alp nahmen. Einige Diskussionen gab die genaue Taktik, was wohl zu tun sei, wenn die Kühe streikten den Weg hinaufzugehen. Wir streikten aber nicht und bewältigten den Weg mit einigen Pausen, in welchen wir die fantastische Aussicht auf Adlboden genossen. Immer wieder wurden wir ermuntert, das steilste Stück sei bereits vorbei. Als wir ganz oben ankamen war es dann wirklich geschafft und wir wurden mit einem feinen Milchshake mit frischer Alpmilch belohnt.

Das Nachtessen mussten wir zuerst redlich verdienen: Hufeisen werfen, Kuhflocken treffen... Die Bergolympiade aktivierte unsere Lachmuskeln. Die Frauen gaben ihr Bestes aber spätestens beim Kuhmelken war Sepp klar im Vorteil und brachte die Kuh innerhalb einer Minute um einen Liter Milch. Den Hotpot genossen wir noch bevor 20 Schwinger den Wasserpegel drastisch sinken liessen. Schwer beeindruckt waren wir von deren Masse. Das Geheimnis lüftete sich am nächsten Morgen beim Morgenessen: wir assen zu fünft wohl gleich viel wie ein Schwinger alleine! Zu kurz kamen wir aber nicht.

Zusammen mit der Alpmilch war der Weg nach unten in der Bahn weit weniger Schweisstreibend. Dies allerdings nur, um auf der anderen Seite wieder hochzuwandern. Pech für die Zuhause gebliebenen, dass sie nicht in den Genuss der rasanten Trotifahrt ins Tal kamen. Die Tageskarte für die Gondeln haben wir vollwegs ausgekostet.

Vorteile einer kleinen Reisegruppe: Alle hatten gleichzeitig Platz im Hotpot Umplatzierung in ein ruhiges Familienzimmer Doppelt so grosses Dessert Freie Platzwahl im Zug Alle sitzen an einem Tisch Schnelles Durchzählen

Doris Locher

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