TSV Rohrdorf
TSV Rohrdorf auf Biketour – Grindelwald-Kleine Scheidegg-Wengen-Mürren-Grindelwald

Sylvana Aegerter
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Roger Keusch

Bereits um 9.15 war die Bikegruppe in Grindelwald in den Startlöchern. Eine mit Sehenswürdigkeiten, 67 km lange, mit 2400 Höhenmetern gespickte Tour stand an und Petrus hatte es sehr gut gemeint (Sonnenschein und perfekte Temperaturen). Sogleich ging es happig los. Anstelle eines gemütlichen Einrollens gab es sofort den ersten ruppigen Anstieg. Danach ging es an den Öpfelchüechli mit Vanillesauce vorbei bis zum ersten Boxenstopp nach ca. 600 Höhenmetern. Für die einen war dann auch schon fast fertig, hatte Markus sein Bike in Einzelteile zerlegt, d.h. die Hinterachse gebrochen. Der Rest der Gruppe „kletterte“ weiter hoch zur Kleinen Scheidegg, wo das Mittagessen eingeplant war. Mit aufgefüllten Speichern wurde die erste Talfahrt in Angriff genommen. Auf zuerst breiten Schotterwegen führte die Strecke von der Kleinen Scheidegg nach Wengen und weiter auf einem abwechslungsreichen, anspruchsvolleren Trail nach Lauterbrunnen. Dieser erste Downhill entschädigte schon einmal für den nahrhaften Aufstieg, auch mit dem Wissen, dass es auf der anderen Talseite wieder hochgeht. Auf breiten Wegen - Spitzkehre um Spitzkehre - bis zur nächsten Zwischenverpflegung. Biberli, Cola-Shots (ohne Alkohol) und Bananen. Dann gings weiter nach Mürren. Das GPS zeigte noch mindestens 500 HM an. Dieses Teilstück darf schlechthin als Nagelprobe für die Bikegruppe bezeichnet werden.

Nach dem Motto „der Kluge fährt im Zuge“ fuhr Markus mit der Bahn auf der Winteregg ein. Mit neuem Material zurück im Trupp und mit ein paar Höhenmetern weniger in den Beinen als der Rest der Gruppe.

Den Trail von Mürren nach Gimmelwald bis Stechelberg war genial aber leider auch zu kurz und doch entschädigte er für all die knackigen Aufstiege. Wieder im Tal angekommen wurde etwas fürs die Seelenwohl gemacht und wir genossen ein kühles Rugenbräu. Auch das hat Platz auf der Biketour und Luft für Sprüche war auch noch vorhanden.

Euphorisiert fuhren wir zwischen Wanderern, entlang der weissen Lütschine via Lauterbrunnen nach Zweilütschinen. Die letzten 12 km und ca. 350 HM standen noch an, doch bereits die erste Steigung „feuerte“ in den Beinen und leises Fluchen war zu hören. Aber alle haben gefinisht. Müde, stolz und mit grossem Durst sind wir um 18.15 vor dem Mountainhostel eingefahren.

Da es keinen Massagedienst gab wurde aus Mangel an Alternativen das Duschen etwas intensiver genossen. Während dem Nachtessen nahmen die Lebensgeister der Bikegruppe kontinuierlich ab und alle waren froh, dass der Retourweg bergab ging. Zähneputzen wurde schnellst möglichst erledigt. Danach war Ruhe im Zimmer.

Roger Keusch

Aktuelle Nachrichten