SV Lägern Wettingen Handball
SV Lägern muss wieder in die Nordwestschweiz

Fabio Bolognese
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Bilder zum Leserbeitrag

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Pedro Gisin

Nach der 20:23-Niederlage beim neuen Tabellenführer TV Birsfelden reist der SV Lägern am kommenden Samstag erneut in die Nordwestschweiz (19:00 Uhr, KSZ Pratteln). Mit dem TV Pratteln NS treffen die Wettinger dabei auf ein ähnlich grosses Kaliber. Nach einem durchwachsenen Saisonstart haben sich die Pratteler gesteigert und konnten ihre letzten beiden Spiele gegen den TV Muri (37:24) und die SG HV Olten (29:27) gewinnen.

Im Gegensatz zum Aufsteiger SV Lägern gehört der TV Pratteln NS in der 1. Liga quasi zum Inventar. Nach einigen Jahren in der Nationalliga B spielt das Faniomteam des Vereins seit der Saison 2005/2006 in der 1. Liga, wo sie sich in den vergangenen Spielzeiten stets in der oberen Tabellenhälfte klassiert haben. Der Start in die laufende Saison ist der Mannschaft von Trainer Kai Wetzel nicht wunschgemäss geglückt: Zwar gab's gegen Dagmersellen und Emmen zwei Siege, in den Spielen gegen Pilatus, Moutathal, Einsiedeln und Birsfelden konnte das Team aber nicht punkten.

Pratteln hat die Kurve gekriegt
Zuletzt zeigten die Nordwestschweizer aber aufsteigende Tendenz: Nach dem 37:24-Kantersieg gegen den TV Muri konnte Pratteln auch bei der SG HV Olten punkten. Mit nunmehr acht Punkten aus acht Spielen liegt das Team im Mittelfeld der Tabelle - allerdings mit Tendenz nach oben und mit dem Momentum auf der eigenen Seite. Zu den Stärken des TV Pratteln zählen die mannschaftliche Geschlossenheit und die Ausgeglichenheit: Es gibt nicht einzelne Spieler, die herausragen. Und genau dies macht die Mannschaft gefährlich: Zahlreiche Spieler können für Torgefahr sorgen, einfach auszurechnen ist die Mannschaft nicht.

Verletztenliste hat sich reduziert
Die Wettinger konnten sich dank einem weiteren spielfreien Wochenende nach dem Birsfelden-Spiel optimal erholen. Der Trainingsbetrieb wurde reduziert, die angeschlagenen Spieler konnten ihre Blessuren auskurieren. Mit Simon Knoth und Marco Eggenschwiler, der in Birsfelden beruflich abwesend war, kehren zwei Teamstützen ins Team zurück. Und auch Daniel Eggenschwiler, Nathan Baumli und Sandro Merki sind wieder fit. Noch nicht ganz zurück ist Luca Marinucci, der sich aber nicht mehr lange gedulden muss. Leider fehlen mit Raphael Ehrsam (Finger) und Christoph Müller (Muskelfaserriss) zwei wichtige Spieler noch etwas länger aus.

Der Schlüssel liegt in der Deckung
22, 20, 21, 23, 22, 23: Die Anzahl kassierter Gegentore in den ersten sechs Spielen spricht eine deutliche Sprache. Selbst gegen die Spitzenteams Birsfelden und Pilatus mussten die Wettinger nie mehr als 23 Gegentore zulassen. Damit stellt der SV Lägern wie schon in der vergangenen 2. Liga-Saison die beste Abwehr der Liga. In der Defensive liegt auch der Schlüssel zu einem möglichen Erfolg in Pratteln. Nur wenn die Abwehr kompakt, aggressiv und gewohnt sattelfest agiert, kann der Aufsteiger Punkte aus der Nodwestschweiz entführen. Doch Pratteln wird stärker sein, als es der Blick auf die Tabelle vermuten lässt. Es ist ein Spitzenteam, das auf den SV Lägern wartet. Mit etwas mehr Glück könnte der Gegner nämlich deutlich weiter vorne klassiert sein. Bei drei von vier Niederlagen der Pratteler machte am Ende ein einziges Tor den Unterschied aus.

Samstag, 23. November 2013, 19:00 Uhr, KSZ Pratteln
TV Pratteln NS - SV Lägern Wettingen