Sozialdemokratische Partei
Status quo – „Neue“ Eigentümerstrategie für das EW Windisch

SP Windisch zu den Einwohnerratstraktanden

Marcel Siegrist
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Die SP-Fraktion des Einwohnerrates Windisch diskutierte die Geschäfte der kom-menden Sitzung des Einwohnerrates.

Die SP begrüsst die Vorlage zur raschen Einführung von Blockzeiten an der Primar-schule, heute bereits Nachholbedarf im Vergleich mit anderen Aargauer Gemeinden und nicht mehr Standortvorteil. Um die hohe Qualität des Unterrichts zu erhalten scheinen uns auch die Teilungslektionen notwendig. Wir hoffen, dass die Umstellung auf Blockzeiten allgemein eine neue Dynamik in der Schule auslösen wird.

Bei der Problematik der Abwasserentsorgung des Lindhofs überwog die Meinung, dass eine Kleinkläranlage eine angemessene und günstigere Lösung darstellen wür-de. Bei zusätzlichen Abklärungen wurde aber gemäss Botschaft festgestellt, dass auch der Kanton strikte einen Anschluss an die Kanalisation fordert.

Die SP unterstützt grundsätzlich gerne Kunst und Kultur, aber wir sind der Meinung, dass diese nicht als Kreiselschmuck mitten im Verkehr Platz finden soll. Vielmehr befürworten wir ein Engagement der Gemeinde für eine künstlerische Gestaltung des Campus im Rahmen der Vision Mitte. Die vom Kanton durch die Grünplanung vorge-sehene durchgehende Baumreihe auf dem Mittelstreifen der neuen Zürcherstrasse erachten wir als passende und Identität-stiftende Verbindung zwischen dem Königs-felder Park und dem Dorfzentrum.

Das Projekt für den ökologischen Ausgleich in der Mülimatt wird aufgrund seines Nutzens sowohl für die Natur wie auch für den Menschen sehr positiv aufgenommen. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass der Gemeinde Windisch für diese Aufwertung lediglich ein Zehntel der Gesamtkosten zufallen wird.

Auch die Zukunft des EW ist noch einmal Thema: Der Gemeinderat legt einen ab-schliessenden Bericht zur Motion betreffend die Eigentümerstrategie für das EW Windisch vor. Mit Erleichterung hat die SP-Fraktion vom Bericht Kenntnis genommen und feststellen können, dass in enger Zusammenarbeit mit allen politischen Kräften, der EW-Kommission und der Verwaltung Einigkeit darüber gefunden werden konnte, dass die Einwohnergemeinde Windisch jährlich ein Potenzial von 800 000 CHF aus dem Betrieb des EW zu schöpfen vermag. Aus den vorhandenen Unterlagen ist nicht ganz klar zu ersehen, wie auch in Bezug auf die weiter zu verfolgende Strategie für die Zukunft des EW Windisch eine neue Einigkeit entstehen konnte. Jedenfalls scheint der Beitrag der BDO Visura die jetzt vorliegende klare Stellungnahme des Gemeinderates erleichtert zu haben: Beibehaltung des Status Quo mit der Rechts-form eines Eigenwirtschaftsbetriebes. Der Gemeinderat erachtet dabei die Nachteile der kleineren Flexibilität und des eingeschränkten Handlungsspielraumes durch die politische Kontrolle und die aufwändigen Genehmigungsverfahren durchaus auch als Vorteil, um dadurch das EW Windisch auf dem soliden und risikoarmen Kurs seiner Kernaufgabe, der Sicherung der langfristig effizienten und wirtschaftlichen Stromver-sorgung zu halten. Die SP-Fraktion ist dankbar für diese Entwicklung (vom Saulus zum Paulus?) und hofft auf allseitige Unterstützung für diese Zukunft des EW Windisch. (mwe)

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