Männerriege
Sportweekend im Emmental

Reisebericht Sportweekend MR Buchs

Marcel Siegrist
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Emmental - Kultur und Heimat. Diese Prädikate wollten die Buchser Männerturner einmal persönlich erleben, und reisten mit Sportbekleidung und Fahrräder in Richtung dieses Landesteils. Der erste Halt galt dem Besuch der Fa. Kambly in Trubschachen. Wie süss dass Männer sein können, bemerkte man in den ersten Minuten. Nach einem mundenden Kaffee wurden die Wanderschuhe montiert. Es folgte die Wanderung auf dem Ilfisweg zur Eishalle der Langnau Tigers in Langnau. Der Apéro, welche unsere Turnkameraden bei dieser Halles bereitgestellt haben, erfüllte alle Wünsche, und daneben konnte schon Eishockey-Sport genossen werden. Der nächste Programmpunkt hiess Kultur -wir besuchten die Alphornmacherei im Knubel bei Eggiwil. Erstaunt über die vielen Arbeitsschritte, welche uns Hr. Bachmann näher brachte, konnte abschliessend auch ein Alphorn praktisch ausprobiert werden. Ist nicht ganz so einfach, dieses Instrument. Fahrräder bereitstellen, Windjacken anziehen - wiederum war Sport angesagt. Die erste Tour führte uns über Weiler nach Eggiwil. Von dort der Emme entlang bis Aeschau. Ueber eine der vielen Holzbrücken erfolgte ein kurzer Aufstieg auf eine Hochebene mit prachtvollen Berner Bauernhäuser. Schon bald erreichten wir unser Nachtquartier in Signau. In dieser Metropole von Hornussen und Alphornspielen überraschte uns eine Gruppe von zehn Alphornbläser/innen, welche uns auf dem Vorplatz des Restaurants eine Kostprobe ihres Könnens zeigten. Ja, es tönt schon schön, wenn man es kann. Das feine Nachtessen, die musikalische Unterhaltung aus eigenen Reihen, unterstützt von den Signauer Hornusser bot Unterhaltung bester Art. Nach dem feinen Frühstücksbuffet führte uns Hansheiri Jost mit den Bikes bei sonnigem Wetter durch Dörfer und Weiler nach Stalden im Emmental. Mit dem Bus erreichten wir bald einen kleinen Platz in einer Waldlichtung vor Häutligen. Die Sportart hiess: PLATZGEN. Niemand von uns kannte diese Sportart, so wurden wir vom Präsident des örtlichen Vereins, theoretisch in die Grundlagen eingeführt. Nun kommt die Praxis. Eine Stahlplatte mit vier sternförmigen Zacken und einem Gewicht von 500 gr, wird über eine Wurfdistanz von 20m ( für uns nur 12m) in eine runde Lehmfläche geworfen. Ziel ist es, so nah wie möglich an die farbige Marke in der Mitte zu werfen. Der Sieger unseres internen Wettkampfes hiess Sergio Gautschi. So, nun aber weiter zum Chuderhüsi, das Mittagessen wartet. Der anschliessende Fussmarsch zum 48m hohen Aussichtsturm war gut für die Verdauung, und zeigte uns das Emmental in seiner ganzen Pracht. Hügel und Täler, Schnee und Firn im Hintergrund, und auf der Nordseite der Blick bis in den Schwarzwald. Nun wurde Sport mit Kultur vermischt. Mit den Bikes besuchten wir die Würzbrunnenkirche, bekannt aus dem Film Ueli der Knecht. Alle Geschichten , die dort erzählt und dargeboten wurden, würden diesen Bericht überladen. So ging es dann weiter mit einer Schussfahrt nach Röthenbach und durch den Röthenbachgraben zum Ausgangspunkt nach Eggiwil. Was fehlt uns noch? Ja , eine währschafte Emmentaler Merängge. Mit dem Genuss dieser Spezialität beendeten wir unser erlebnisreiches Emmentaler Sportweekend. ( GB)