Schweiz. Lebensrettungsgesellschaft
Sonne flüssig, Stimmung gut, Resultate ansprechend: der Aufbau geht weiter!

Florian Lüthy
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Bilder zum Leserbeitrag

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SLRG-Wettkampf Grenchen (29. Juni 2013)

cas: Wasser ist das zentrale Element der Rettungsschwimmer. Wenn es aber unablässig vom Himmel fällt, so dass sich kein "normaler" Mensch ins Freibad wagt? Dann zeigt das nasse Element andere Qualitäten, so auch seinen Gehalt an Symbolik. Sport- und Sommerevents pflegen ja regelmässig ins Wasser zu fallen - natürlich nicht bei Schwimmern! Nein, diese erkennen, wenn bei Ankunft am Wettkampfort der Regen innehält, darin unwillkürlich ein gutes Omen. Dies umsomehr, wenn der erste Einsatz einer Fricktaler Mannschaft gerade Laufbestzeit ergibt. Erst recht, wenn sich solches, nach dem Hindernisschwimmen, in der Flossenstaffel wiederholt. Und wenn sich später, bei einem weitern Laufsieg der Fricktaler, aus dem schwer umwölkten Gebiet am Jurafuss zaghaft die Sonne zeigt - was will man mehr?

Es fehlte nur eine pinkfarbene Flosse ...

Prompt lag im nächsten Staffelwettbewerb der kleine Fricktaler Schlussschwimmer weit voraus, und wurde doch auf der letzten Bahnlänge überholt - weil er unterwegs eine seiner pinkfarbenen Flossen verloren hatte. Neben Können gehört halt etwas Wettkampfglück dazu. Wir wissen auch: wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht - an diesem Samstag schon gar nicht -, bringt ein Laufsieg allein noch keinen Pokal. Da muss man zunächst Bester oder Beste seiner Altersklasse und in möglichst vielen Disziplinen sein. Dieses Jahr resultierten ausser einem 3. Rang (= Spitzbuben- Trostpreis) für das Team Jugend Fricktal 2 wenig Ruhmesmeldungen. Anders als bei früheren Wettkämpfen, als von Grenchen nicht nur "tropisches" Wetter, sondern auch stolze Siege und Medaillenränge für die SLRG Fricktal gemeldet wurden. Jetzt figurierten ihre vier Teams in der Schlussrangliste des von Vereinen aus der ganzen Schweiz (von Schaffhausen bis Neuenburg, von Basel bis Bellinzona) mit total 45 Mannschaften beschickten Anlasses halt nur im guten Mittelfeld.

War also, kritisch besehen, früher alles besser? Wer das Engagement und die Stimmung in Grenchen erlebt hat und die besondern Bedingungen dieses Wettkampfs kennt, verneint klar. So etwa verlor das Fricktaler Herrenteam, bei denen gerade mal ein Schwimmer schon 18jährig ist, durchaus ehrenvoll gegen die ausgewachsenen "Kleiderschränke" aus Bern, Basel oder Brugg.

Die Fricktaler werden nicht nur weiterhin fleissig trainieren, sondern auch noch wachsen! Selbstverständlich gibt es an Kondition, Technik und Konzentration stets Verbesserungspotential. Das zeigten beispielsweise die "Mädchen" beim Werfen der Rettungsbälle, indem sie gegenüber der Schweizer Jugendmeisterschaft, also binnen Wochenfrist, gut dreimal mehr Punkte erzielten. Oder bei der Staffel mit dem Rettungsbrett: Dieses sperrige Rettungsgerät erfordert besonders viel Training sowie ein 50-Meter-Becken; wenn aber wegen des Wetters fast nur im Hallenbad trainiert werden kann, liegen im Wettkampf dann zwangsläufig viele Schwimmerinnen und Schwimmer recht schief auf dem Brett - wenn überhaupt. Nun, diese Bedingungen galten für alle.

Es besteht kein Grund zum Trübsal blasen. Denn es ist möglich, dass die Bedingungen fürs Training nächstes Jahr ideal sind und im schönen Grenchner Bad erneut Sonnenschein, Pokale und süsse Mega-Spitzbuben locken. Eines aber ist gewiss: die "kleinen" Fricktalerinnen und Fricktaler werden gewachsen sein - und die Flossen passen!

Der Blick in die Schlussranglisten zeigt das folgende Bild:
Herren: 1. Basel; 12. Fricktal
Jugend: 1. Bern 1; 3. Fricktal 2; 7. Fricktal 1; 11. Fricktal 3

Wenn Du Interesse am Rettungsschwimmen hast und mit anderen Jugendlichen regelmässig trainieren und Wettkämpfe bestreiten möchtest, dann findest Du unter http://www.slrg.ch/nw/sektionen/fricktal/ueber-uns.html weitere Infos.