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Sola 2012 - Unschuldig, Staatsgast auf Zeit

Blauring Windisch
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Alles begann an einem schönen Samstagmorgen: Voller Vorfreude aufs Sola lauschten wir dem Reisesegen und konnten es kaum erwarten, endlich abzureisen. Doch plötzlich rannte eine vermummte Gestalt durch die Kirche, warf mit Geld um sich und schrie, wir würden sie niemals kriegen! Natürlich ahnten wir, dass da etwas nicht stimmte und verfolgten die Person auf den Kirchenplatz. Die Polizei war auch schnell zur Stelle, aber vom Täter gab es keine Spur. Und dann der Schock: Nathalie wurde verdächtigt und verhaftet, und auch wir alle mussten ins Gefängnis! Also machten wir uns auf den Weg nach Realp. In Zürich folgten wir den Spuren des wahren Täters, weil wir hofften, ihn zu fassen und so unsere Unschuld zu beweisen, aber leider war er schon wieder schneller als wir. Endlich angekommen, erholten wir uns bei einem Film von den Aufregungen dieses Tages. Zum erstem mal stellten wir fest: Im Gefängnis kann es auch gemütlich sein!

Aber auch wenn uns das Gefängnisleben super gefiel, war uns klar: Wir wollen unsere Unschuld beweisen und ausbrechen! Jemand, versteckt unter uns, wusste wie. Eine anonyme Stimme gab uns jeden Abend einen Hinweis, wer dieser Mister X nicht ist. Nach und nach wurden immer mehr Fotos abgestrichen... Weil wir nicht einfach tatenlos auf jeden weiteren Hinweis hoffen wollten, bereiteten wir uns in den nächsten Tagen so gut wie möglich auf einen Ausbruch vor: Wir lernten Geiseln zu befreien, mit Karte, Kompass und Seilen umzugehen, stärkten uns mental am Selbsthilfegruppetag und massen unsere Kräfte in einer Knast-Olympiade. Natürlich durfte auch Wellness nicht fehlen, wir fanden den krassesten Gangsterrapper mit dem meisten Swag J und unsere Knastparty wird so schnell niemand mehr vergessen! Dann war es endlich soweit, den Leiterinnen ist es gelungen, einen Weg zu finden, unsere Badges, dank welchen uns die Polizei immer und überall orten konnte, abzulegen und ohne sie das Gefängnisgelände zu verlassen! In zwei Gruppen machten wir uns davon. Doch dann die Ernüchterung: Die Polizei rief uns an, weil einige Kinder und Leiterinnen aus Versehen ihren Badge eingepackt haben uns sie uns so orten konnten! Unsere Flucht war misslungen, wir mussten nach Realp zurück. Doch immerhin gab es schon bald eine Möglichkeit, Pluspunkte bei den Wärtern zu sammeln: Nachdem wir um Mitternacht Kaki zum Geburtstag gratuliert haben, hörten wir noch eine (wahre!) Geschichte von einem Häftling, der in der Nacht total ausrastete und so lange gegen die Türe polterte, bis ihn die Wärter in einen Beruhigungsraum bringen mussten. Als er dann gefesselt dasass, spuckte er eine Rasierklinge aus und meinte, es wäre eine Leichtigkeit gewesen, alle rundherum zu töten. Ein bisschen Unheimlich war uns schon... Der Schock kam einige Sekunden später: An unserer Tür polterte jemand! Ist dieser Mann ausgebrochen und hier? Wir beschlossen, ihn zu fangen. Im Dunkeln ertönte eine unheimlich verzerrte Stimme, die uns verriet, dass er noch hier sein musste. Und er wagte es tatsächlich, Romina, die Hinterste, zu entführen! Voller Panik wollten wir nur noch eins: zurück ins Lagerhaus und die Polizei rufen! Doch zum Glück fanden wir auf unserem Rückweg Romina, doch sie war völlig verstört, weinte, schrie, blutete an den Armen und umklammerte eine Rasierklinge!!! Dann hiess es Türen verriegeln und ab ins Bett, schliesslich wollten wir ja fit sein für den Besuchstag! Nachdem am nächsten Morgen sowieso herrschende Ordnung perfektioniert wurde J standen auch schon die ersten Mamis und Papis vor der Tür. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erfuhren wir, dass wir wegen Randalierens verdächtigt wurden und erspielten uns deshalb an verschiedenen Posten Alibis. Wer genügend Alibis bekommen hatte, durfte das Gefängnis wieder verlassen. Die Zeit raste und schon hiess es wieder Adieu, bis bald! Sofort ging der Gefängnisalltag mit einem Bändelirupfen weiter. Die Tage vergingen wie im Flug, langsam wurde der Kreis der möglichen Mister X kleiner. Und endlich verriet uns die mysteriöse Stimme: Es ist Lorena! Aber wo ist sie? Bei einem PC-Game gaben wir nochmals alles, sammelten Hinweise, fanden und fesselten sie. Nach einigem Hin und Her willigte sie schliesslich ein, uns am nächsten Morgen bei unserer Flucht zu helfen. Zufrieden mit unserer Leistung feierten wir noch im Pyjama zu unserem Lieblingslied unseren Triumph, stiegen dann aber bald in die Betten, um fit für den grossen Tag zu sein. Und schon sassen wir im Zug, traurig, weil das Sola schon wieder vorbei war, aber auch froh, ausgebrochen zu sein! Damit wir auch ganz sicher nicht unbemerkt blieben, sangen wir so laut wir konnten und tanzten im Zug. Schon jetzt waren einige etwas heiser, doch es hiess noch einmal alles zu geben, denn bei der FHNW in Windisch trafen wir auf die Jungwacht und der Wettkampf um die lauteste Stimme war eröffnet. Auf dem Kirchenplatz beendeten wir unser super Sola mit dem Lagerlied und dem traditionellen ,,Tschieiei‘‘ zusammen mit der Jungwacht. Danke an alle für diese epischen J zwei Wochen, wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

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