Kunstturnervereinigung des Kantons Solothurn
SMM-Krimi mit dem schlechteren Ende für Solothurn

Philipp Friedli
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Noah Bitterli
Alessandro Signoroni
Benjamin Gischard
Team Solothurn v.l.n.r.: Thomas Stüdeli, Maurice Stüdeli, Alessandro Signoroni, Tobias Stöckli, Lucas Hilton, Benjamin Gischard, Noah Bitterli und Nicu Pascu

Die Solothurner Kunstturnequipe konnte das Ziel an der Schweizer-Mannschaftsmeisterschaft leider nicht erreichen. In einem engen Kampf um den Abstieg zogen sie den Kürzeren. In einem Jahr wird es in der Nationalliga B um den Wiederaufstieg gehen. Schweizermeister wurden die Aargauer.

Auf dem Papier war die Ausgangslage für Solothurn die Schwierigste. Nach dem Motto «Die anderen müssen auch zuerst turnen» ging die Truppe mit viel Elan in den Wettkampf.

Das Team wurde vom Nationalkaderturner Benjamin Gischard angeführt. Mit ihm startete der Juniorenturner Noah Bitterli und die erfahrenen Amateurturner Tobias Stöckli und Lucas Hilton. Sie erturnten an den Startgeräten Barren und Reck gute Noten und konnten den Anschluss wahren.

In den Mannschaftswettkämpfen gibt es jeweils eine Streichnote pro Gerät. Am Boden und am Pferd schlichen sich zwei Fehler ein, weshalb die Nachwuchsturner Alessandro Signoroni und Maurice Stüdeli je eines dieser Geräte turnten, um das Risiko zu minimieren, dass eine missratene Übung in die Endwertung einfliesst. Mit einer kämpferischen Leistung am Pferd holte Alessandro zwei Punkte für sein Team und hievte es in eine hoffnungsvolle Position vor dem letzten Drittel.

Bevor es an die Ringe und den Sprung ging, lag Solothurn fast gleichauf mit dem zweiten Zürcher Team. Schaffhausen und Team Ostschweiz schienen ausser Reichweite, die sich im Kampf um den dritten Rang befanden. Während Solothurn und Zürich noch den hoch bewerteten Pferdsprung auf dem Programm hatten, ging der Weg der anderen über das Zittergerät Pferdpauschen.

So kam es, dass die knappen Verhältnisse erst mit der Schlussrangliste ersichtlich wurden. An der Rangfolge wechselte sich leider nichts mehr und Solothurn landete trotz klasse Schlussleistungen auf dem Abstiegsplatz, Rang 6. Spannenderweise hätte es jedoch zum dritten Rang nur 3 Punkte mehr gebraucht, was in einem Teamwettkampf nicht viel ist.

Sehr erfreuliches gibt es jedoch aus schweizerischer Sicht zu erwähnen. Die Kaderturner für die anstehenden Weltmeisterschaften in Doha in einem Monat zeigten allesamt super Mehrkämpfe. Auch Benjamin Gischard zeigte eine fehlerfreie Leistung und sammelte vor allem am Boden und Sprung sehr viele Punkte.

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