EHC Basel
Siegesserie beendet. Knappe Niederlage für den EHC Basel

Nach sechs Siegen hintereinander verliert der EHC Basel in einem ausgeglichenen Spiel auswärts gegen den EHC Dübendorf vor 1019 Zuschauer knapp mit 2:3.

Reto Büchler
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Christoph Perren

Im Gegensatz zu den letzten Spielen blieb dieses Mal ein Blitzstart aus. Das zweitplatzierte Dübendorf agierte defensiv sehr konzentriert und lud die Basler kaum zu Torchancen ein. Nach vorne blieben sie mit ihren schnellen Vorstössen sehr gefährlich. Ein solcher sorgte in der 8. Minute für die Führung, als dem Topscorer Widmer mit einem «Buebetrickli» der Führungstreffer gelang.

Kurz vor Drittelsende hatte Basel die Möglichkeit in Überzahl zu spielen, nachdem Falett wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste. Den Check gegen den Kopf gegen Flavio Cola wurde vom Schiedsrichter-Trio übersehen.

Cola konnte daraufhin wegen Kopfschmerzen nicht mehr weiterspielen. Offenbar davon beeindruckt, verlor man im Powerplay die Scheibe in der Gegnerischen Zone und Maurer einen Zweikampf gegen Suter. Dieser zog alleine auf Osterwalder zu und markierte das 2:0.

Im Mitteldrittel sah man dann einen stark verbesserten EHC Basel. Es wurde mehr auf das gegnerische Tor geschossen und mehr Bullys gewonnen. Dies sorgte automatisch auch für mehr Scheibenbesitz. Captain Cyrill Voegelin, der nach zwei Monaten Verletzungs- und Krankheitspause wieder zum Einsatz kam, hatte in der 27. Minute eine erste Duftmarke gesetzt.

Puntus scheiterte kurz darauf mit einem Solo nur um Zentimeter. Es brauchte ein Überzahlspiel, um den Anschluss herzustellen. Hagen traf mit einem Weitschuss. Basel war jetzt drauf und dran, den Ausgleich zu schiessen.

Nach einer sehr guten Doppelchance von Malgin und Brügger hiess es aber statt 2:2, 3:1 für die Zürcher. Nach einem weiten Pass Richtung Frei kam Osterwalder aus dem Tor. Frei war jedoch einen Tick schneller am Puck und erzielte im Fallen den Treffer.

Kurz vor Ende des zweiten Drittels musste Damon Puntus vom Eis geführt werden. Erfreulicherweise konnte er jedoch im Gegensatz zu Leandro Gfeller, der angeschlagen in der Kabine blieb, weiterspielen. In diesem Schlussdrittel konnte Basel an die Leistung des Mittelabschnitts anknüpfen.

Der Anschlusstreffer von Damon Puntus im Powerplay nach 43 Minuten gab seiner Mannschaft nochmals Mumm. In einer spannenden Schlussphase gab es jedoch nicht nur Möglichkeiten auf beiden Seiten, sondern auch vermehrt Nicklichkeiten, was zu Strafen auf beiden Seiten führte. Schlussendlich brachte Dübendorf den knappen Vorsprung über die Zeit.

«Wir sind alle sehr enttäuscht.»

Die Worte von Cyrill Voegelin nach dem Spiel zeigten, dass bei diesem Spiel mehr drin gelegen ist, als ohne Punkte nach Hause zu fahren. «Wir haben gegen ein starkes Dübendorf am Anfang nicht ins Spiel gefunden, blöde Gegentore bekommen aber dann uns ins Spiel reingekämpft. Leider haben wir nicht gewonnen.»

Nach zwei Monaten Zwangspause (Verletzung und Grippe) hatte er heute viel Eiszeit. «Wenn man aufgeboten wird, will man natürlich so viel Einsatz haben wie möglich. Für mich ist natürlich wichtig, so schnell wie möglich wieder einzukommen.» Die heutigen Ausfälle von Cola und Gfeller beschäftigen ihn: «Das sind wichtige Spieler. Wir brauchen jeden, damit wir die Playoffs noch schaffen können.»

Die letzten zwei Spiele am Mittwoch und am Samstag muss Basel mit Morges und Leader Sion gegen zwei Westschweizer Vereine absolvieren. «Wir müssen gegen Morges und Sion hart spielen und ihnen den Stempel aufdrücken. Wir müssen nun aus dieser Niederlage die Lehren daraus ziehen und die letzten zwei Spiele gewinnen. Das Team ist intakt und wir können gegen jeden gewinnen», so Voegelin.

Dies wird auch bitter nötig sein, will man das Saisonziel Playoffs erreichen. Drücken wir die Daumen, dass dies gelingen wird.

EHC Dübendorf – EHC Basel 3:2 (2:0,1:1, 0:1)

1019 Zuschauer – Schiedsrichter: Peter Gäumann; Elio Bohner, Andreas Holenstein – Tore: 8. Widmer 1:0. 19. Suter 2:0. 31. Hagen (Puntus, Malgin) 2:1. 34. Frei 3:1. 43. Puntus (Malgin, Guantario) 3:2. – Strafen: 6-mal 2 plus gegen Basel; 10-mal 2 Minuten gegen Dübendorf. – Torschussverhältnis: 26:26 (4:7, 15:9, 7:10) – MS Bestplayer: Vogt (BS); Widmer (D) – Bestplayer Spiel: Puntus (BS); Frei (D) – Bemerkungen: Cola (Ende 1.Drittel) und Gfeller (Ende 2. Drittel) verletzt ausgeschieden. – 52. Pfostenschuss Dübendorf. 59. Timeout Basel

EHC Basel: Osterwalder (ET: Guggisberg); Maurer, Guerra; Fluri, Ast; Hagen, Isler; Gusset; Gfeller, Vogt, Puntus; Tuffet, Brügger, Malgin; Jeyabalan, Cola, Spreyermann; Guantario, Giacinti, Voegelin. Headcoach: Albert Malgin; Ass.- Coach: Michael Eppler. Absenzen: Tkachenko (krank) Kohler, Gurtner, Rohrbach, Gass (abwesend), Lehner, Trüssel, Cederbaum, Schnellmann (verletzt). 

EHC Dübendorf: Zumbühl (ET:Trüb); Hurter, Roth; Hebeisen, Breiter; Piai, Stettler; Alena; Widmer, Seiler, Barts; Bührer, Falett, Schumann; Kreis, Suter, Beeler; Hardmeier, Theodoridis, Frei. Headcoach: Reto Stirnimann.

Rangliste: 1. Sion 31 Spiele/62 Punkte. 2. Dübendorf 31/58. 3. Wiki-Münsingen 30/51. 4. Brandis 31/50. 5. Bülach 30/48. 6. Star Forward 30/47. 7. Thun 31/47. 8. Düdingen 31/46. 9. Basel 30/43. 10. Seewen 31/43. 11. Chur 30/36. 12. Neuchâtel 30/18.