Seener-Männerstamm
Seoner-Männerstamm unternimmt Frühjahrsausflug ins Emmental.

Hans-Ulrich Huber
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Der erste Nachmittags-Ausflug in diesem Jahr, welcher ins Emmental führte, stiess beim Seener-Männerstamm (67 Mitglieder nahmen teil) auf ein reges Interesse. Er galt der Besichtigung von „Bachmanns Alphornmacherei“ in Eggiwil. Obmann Huber konnte auf der Fahrt wiederum zwei neue Mitglieder begrüssen, nämlich: Walti Rolf und Steiner René. Nach einer 1 1⁄2 -stündigen Carfahrt wurde Eggiwil erreicht. Bachmanns Alphornmacherei befindet sich etwas abseits des Dorfes, auf einer Anhöhe, (930 m.ü.M.) die sich „Knubel“ nennt. Bei unserem Eintreffen wurden wir nebst Bachmann Senior - auch von einer Herde Simmentaler-Kühe empfangen, welche um den Bauernbetrieb der Familie Bachmann friedlich weidete. Nach einem Willkommensgruss führte H.R. Bachmann die Besucher in die Alphornwerkstatt, wo er es in ‚urchiger Emmentalersprache‘ verstand, den Seoner-Senioren die Herstellung (Drechslerarbeit) eines Alphornes vor Augen zu führen. Aufmerksam lauschten die „Seener“ seinen Erzählungen aus früheren Zeiten, wobei lustige Episoden ab und zu zum Lachen animierten! Die Alphormacherei Bachmann hat eine lange Tradition. Ursprünglich war es der Grossvater, Ernst Schüpbach, der schon als 13-jähriger "Stünggu" (Emmentalerausdruck) Geschichte schrieb. 1925 baute er sich das erste Alphorn schon in seiner Kindheit. Durch all die verflossenen Jahre legte dieser immer grossen Wert auf sehr gute Qualität der Instrumente. In den siebziger Jahren weihte er seine beiden Schwiegersöhne Fritz Christen und Hansruedi Bachmann in sein Lebenswerk ein. Die Werkstatt wurde 1991 von Hansruedi Bachmann übernommen und erfolgreich weitergeführt. In Bachmanns Alphornmacherei werden pro Jahr (auf Bestellung) rund 30 Instrumente hergestellt. Seit 2008 führt Sohn Walter mit seiner Frau Monika die Alphornmacherei und den Landwirtschaftsbetrieb. Anschliessend an die Vorführung ging es zum kulinarischen Teil über. Von nun an übernahmen die Frauen „vom Hof“ das Zepter. Als erstes tischten sie ein Fleischplättli mit Alphornwurst, Trockenfleisch und Hobelkäse, auf. Dazu durfte natürlich ein feiner Zopf nicht fehlen. Ein Dessert, das sich bei Bachmanns „Hogantblick“ nennt (Glace und Merängge) rundete das Zvieri-Essen ab. Nur allzu schnell verging die Zeit des gemütlichen Zusammenseins - und so hiess es gegen 18.00 Uhr wieder einsteigen und von der ländlichen Idylle im Emmental (...) Abschied nehmen!