SV Lägern Wettingen Handball
Schafft der SV Lägern den Aufstieg in die 1. Liga?

Fabio Bolognese
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Bilder zum Leserbeitrag

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Christian Steimer

Das Warten hat ein Ende: Am Samstag, 16. März, kommt es im Tägerhard um 17:00 Uhr zum grossen Showdown der Handball-2. Liga. Der Tabellenführer SV Lägern Wettingen trifft auf den zweitplatzierten TSV Frick. Im Hinspiel haben sich die beiden Mannschaften in einem packenden, dramatischen Duell vor über 300 Zuschauern mit einem gerechten 26:26-Unentschieden getrennt. Ähnlich spannend dürfte nun das Rückspiel verlaufen.

Das erste Aufeinandertreffen, welches an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war, ist bei den Protagonisten beider Vereine noch in bester Erinnerung. Die Fricktaler lagen an jenem Samstag anfangs Dezember während der gesamten Partie in Führung - teilweise mit bis zu fünf Toren Unterschied. In der Schlussviertelstunde starteten die Wettinger ihre bemerkenswerte Aufholjagd, kamen immer näher heran zund hatten in den letzten 45 Sekunden sogar zwei Mal die Möglichkeit, den Siegestreffer zu erzielen. Frick-Goalie Riner verhinderte dies mit zwei mirakulösen Paraden.

Beide Mannschaften sind in Top-Form
Seit diesem Duell haben die beiden Mannschaften eindrückliche Serien hingelegt: Die Fricktaler holten acht Siege bei einem Unentschieden, die Wettinger gewannen sogar alle neun Spiele. Beide Mannschaften zeigen sich in bestechender Form und brennen nun darauf, das zweite Aufeinandertreffen für sich zu entscheiden.

Die beste Abwehr trifft auf den besten Angriff
Wettingen gegen Frick - das ist nicht nur das Spiel zwischen dem Ersten und dem Zweiten, es ist auch das Duell der besten Abwehr und des besten Angriffs. Letzteren dürfen die Füchse aus Frick für sich beanspruchen, die im Schnitt 32.2 Tore pro Partie erzielen (Wettingen: 28.4). Der SV Lägern auf der anderen Seite stellt die beste Defensive, kassiert durchschnittlich nur 19.5 Tore pro Spiel (Frick: 22.8).

Gefährliches Fricker Tempospiel
Die Wettinger müssen nicht nur aufpassen, wenn die Fricker im Positionsangriff ihr druckvolles Spiel aufziehen, sondern auch blitzschnell von Angriff auf Abwehr umschalten. Gelingt dies nicht, sind die Füchse auch über ihre schnellen Gegenstösse - sei es in der 1. Welle über Rüede oder Wenzel oder in der 2. Welle über den durchschlagskräftigen Rückraum - brandgefährlich. Wettingen seinerseits muss auf die eigene Defensive setzen und versuchen, sich im Angriff geduldig und so fehlerfrei wie möglich zu präsentieren, was zuletzt beim 34:18 über den TV Zofingen über weite Strecken sehr gut gelungen ist.

Wettingen kann aus dem Vollen schöpfen
Dass die Wettinger nach dem Zofingen-Spiel ein handballfreies Wochenende hatten, kam der Mannschaft gelegen. Einige Spieler konnten die elf Tage lange Pause nutzen, um ihre Blessuren auszukurieren; das Trainerduo Bolognese/Frey kann heute aus dem Vollen schöpfen: Abgesehen von Velko Filcev, der dich im Hinspiel unglücklich das Kreuzband gerissen hat, sind alle Spieler einsatzbereit.

Entscheidung oder noch mehr Spannung?
Das Spiel zwischen den Dominatoren der aktuellen Saison wird von den beiden Top-Schiedsrichtern Raoul Kretzschmar und Guido Lämmler geleitet. Das Duell verspricht nicht nur hochspannend zu werden, es ist auch eines dieser berüchtigten Vier-Punkte-Spiele. Gewinnen die Gäste, rücken sie bis auf zwei Punkte an den SV Lägern heran und lancieren das Rennen um die Meisterschaft neu. Schaffen es die Wettinger, beide Punkte im Tägi zu behalten, dürfen sie drei Runden vor Schluss den Meistertitel feiern und steigen in die 1. Liga auf.

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