Samariterverein Herznach
Samariterübung mit der Behindertensportgruppe Fricktal

Aktuarin SV Herznach
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Bilder zum Leserbeitrag

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DSCN3867-1.jpg Deckverband Hand

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Die monatliche Übung im August sollte für die Samaritervereine Herznach und Ueken etwas ganz Besonderes werden, war doch ein gemeinsamer Anlass zusammen mit der Behindertensportgruppe Fricktal geplant. Ziel dieser Übung war, den Umgang und die Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Beeinträchtigung kennenzulernen. Die Behindertensportgruppe wiederum sollte auf spielerische Art zum Thema „Erste Hilfe“ geführt werden. Wir Samariter wussten nicht so genau, was uns erwarten und wie die Sportgruppe auf unsere Anwesenheit reagieren würde. Aber auch die Sportler waren bestimmt mindestens genauso gespannt, was in dieser speziellen Turnstunde auf sie zukommen sollte.

Nach einer kurzen Begrüssung durch unseren technischen Leiter Bruno Bonelli wurden wir Samariter und die Behinderten mit ihren Betreuungspersonen in sechs Gruppen aufgeteilt. So machten wir uns auf den Weg zum ersten von insgesamt drei Posten. In der Turnhalle war ein Hindernis-Parcours aufgebaut worden. Barbara Weber, die technische Leiterin und ihr Helfer Dario Bonelli gaben uns Anweisungen, wie dieser Parcours zu bewältigen sei. Einer Person wurden die Augen verbunden und mit der Hilfe der „nicht Blinden“ wurde sie durch den Parcours geführt. Durch die offene und unkomplizierte Art der Behinderten verloren wir Samariter schnell unsere Unsicherheit. Wir mussten uns gegenseitig helfen und vertrauen. Mit guter Anleitung und gegenseitiger Unterstützung sind alle „Blinden“ sicher über die Matten und durch den Stangenwald ans Ziel gekommen. Zum Schluss galt es, auch noch einen Ball ins Tor zu schiessen, was sich ohne zu sehen als gar nicht so einfach herausstellte, aber allen sichtlich viel Spass machte. Der zweite Posten wurde von Bruno Bonelli und seinem Helfer Gilby Vogt geleitet. Gegenseitig übten wir Deckverbände an Hand und Kopf. Die Sportgruppe war mit Begeisterung am Werk. Das Anlegen eines Netzverbandes am Arm durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Stolz wurde anschliessend der verbundene Arm umhergezeigt und wir vermuten, dass manch ein Verband an diesem Abend wohl auch noch eine Dusche überstehen musste. Das korrekte Lagern einer bewusstlosen Person wurde uns am dritten Posten vom technischen Leiter Urs Rohrer und seinem Assistenten Yannick Müller gezeigt. Wir Samariter wurden von den Behinderten und ihren Helfern gewissenhaft in die stabile Seitenlage gedreht und betreut. Aber noch lieber nahmen diese selbst die Rolle der bewusstlosen Person ein und liessen sich von ihren Sportkollegen und uns Samaritern in die Bewusstlosenlagerung bringen.

Nach getaner Arbeit konnten wir mit feinen Fleischweggen, Snacks und Getränken das gemütliche Beisammensein geniessen und wurden dabei auch noch mit herrlichem Spätsommerwetter belohnt. Wir Samariter haben an diesem Abend viel gelernt. Diese gemeinsame Übung hat uns den Umgang mit den Behinderten näher gebracht und etwaige Berührungsängste konnten abgebaut werden. Wir danken der Behindertensportgruppe Fricktal für ihren tollen Einsatz und das aktive Mitmachen. Es war uns eine Freude zu sehen, mit wieviel Spass die Sportgruppe an dieser etwas anderen Samariter-Übung teilgenommen hat.

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