Unihockeyclub Lok Reinach
Saisonrückblick Unihockey Herren 1.Liga UHC Lok Reinach

Richard Riedweg
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Positiv in die Zukunft
Nach zweimaligem Abstieg von der höchsten in die 1.Liga, verpflichteten die Verantwortlichen von Lok Reinach das neue Trainergespann Hedlund/Galli mit dem Auftrag aus jungen, talentierten und regionalen Spielern ein Team für die Zukunft zu formen.

Nach durchzogenem Start stetige Steigerung
Nach drei Saisons mit mehr Niederlagen als Siegen, wollte die Mannschaft endlich wieder das Gefühl von Gewinnern erleben. Nach dem Sieg im Schweizer Cup gegen den NLB-Vertreter aus Altendorf starteten die Oberwynentaler voller Elan Mitte September in die Saison. Nach einer empfindlichen Startniederlage gegen Konolfingen, war die Gefahr gross, dass es im alten Trott weitergeht. Die letzten Saison stecken immer noch in den Köpfen des besten Aargauer Unihockeyteams, zwar konnte mit dem Sieg über Bülach ein schlechter Saisonstart abgewehrt werden, jedoch nach der desaströsen Leistung und somit verbunden Niederlage in der dritten Runde gegen das spätere Playouteam aus Leimental erstarrten in Oberwynentaler in einem Schockzustand. Rückblickend meinte der ehemalige Spieler und jetzige Trainer Hedlund: „ vielleicht hat es genau diese Niederlage gegen Leimental gebraucht. Ab diesem Zeitpunkt merkte mein Team, dass wir in jedem Spiel 100% geben müssen.“

Nach zwei Siegen in Folge über die Aufsteiger aus Moosseedorf und Meiersmaad, wartete in der sechsten Runde Unihockey Fribourg, die Übermannschaft der Saison. Die Ernüchterung nach der 5:1 Niederlage war wiederum gross. Jedoch musste man mit den Erkenntnissen in den Aargau zurück reisen, dass zur Spitze der Tabelle noch Einiges fehlt. Zudem zeigte das neuformierte Team in der Hinrunde immer zwei Gesichter. In der heimischen Pfrundmatt spielten die Hedlund-Jungs immer mit viel Kampfgeist und noch mehr Leidenschaft, welche mit Siegen gegen Luzern und Bern endete. In der Fremde agierte man oft unkonzentriert, verteilte Geschenke und somit war die höchste Saisonniederlage in Schüpbach nur die logische Folge.

Bülach auswärts, der Wendepunkt
Lok Reinach startet mit einem Sieg über Konolfingen in die Rückrunde und reiste kurz vor Weihnachten zum Sechspunkte Spiel nach Bülach. Wollte man immer noch ein Wörtchen um die vorderen Tabellenplätze mitreden, brauchte es am 22. Dezember endlich der erste Auswärtssieg der laufenden Saison. Gesagt (geschrieben) getan! Nach einem unglaublichen Drittel schickten die Oberwynentaler die stark besetzten Bülacher mit einer 7:1 Packung in die erste Pause. Nach weiteren soliden 40 Minuten realisierte Lok den so lange erwarten Auswärtssieg. „Dieser Sieg hat unbekannte Kräfte freigesetzt, „ bilanzierte Hedlund nachtragend.

Serie ausgebaut
Nach weiteren Siegen über Leimental, Moosseedorf und Meiersmaad verlängerte sich die Siegesserie auf sechs Spiele. Zu Beginn der Fasnacht organisierte der gesamte Verein den „Super-Saturday“. Das Fanionteam traf in der vollen Pfrundmatt auf den Leader aus Freiburg. Lichtshow, Guggenmusik, Raclette und ein packendes Spiel brachten die Pfundmatt zu kochen. Mit der besten Saisonleistung schlug man den späteren Gruppensieger mit 8:5. Anhand dieser Leistung konnte man eine enorme Entwicklung während der Saison feststellen. Im Hinspiel verlor man sang- und klanglos und nur drei Monate später war man mindestens ebenbürtig.

Schüpbach oder Lok Reinach
Nach einem weiteren Sieg in Luzern, kam es zum Showdown gegen den UHT Schüpbach. Floorball Bülach, das einzige Team aus Zürich stand lange auf der Poleposition für den zweiten Platz, welcher zur Berechtigung der Aufstiegsspiele reichte. Bülach zog einen desaströsen Saisonendspurt ein und somit kam es in der zweitletzten Runde zum vorgezogen Final. Das Spiel entwickelte sich zu einem Abnützungskampf welches mit einem Sieg im Penatlyschiessen für Schüpbach endete. Das Drehbuch könnte man nicht besser schreiben ausser das fehlende Happyend aus Reinacher Sicht.

UHT Schüpbach und Unihockey Fribourg heissen die Mannschaft welche in zwei Wochen in den Playoffs um den Aufstieg in NLB kämpfen. Über die ganze Saison die beiden besten Mannschaften, welche vor allem zu Beginn der Spielzeit eine Klasse besser waren.

Man darf wieder mit Reinach rechnen
Der grosse Coup, sprich die Teilnahme an den Aufstiegsspielen wurde in dieser Saison, nach schlechtem Saisonstart knapp verpasst. Jedoch wenn man das Potenzial und Durchschnittsalter betrachtet, darf man feststellen, dass sich wieder eine Generation entwickelt, welche in naher Zukunft für Furore sorgen kann. Viele Spieler absolvierten ihre erste Saison auf Herrenniveau, und somit gehört den Mannen von Magnus Heldund die Zukunft.

Die vor der Saison getätigten Transfers, schlugen fast alle wunschgemäss ein. Der Lenzburger David Dünki etablierte sich als Stammspieler, der Rückkehrer Peter Byland glänze mit fast 40 Skorerpunkten und Thomas Frank entwickelte sich zu einem herausragenden Schlussmann im Reinacher Tor. Gestandene Lok Spieler wie Merki, Hediger, Wullschleger nahmen ihre Rolle als Leader wahr und stabilisierten durch ihre Erfahrung die junge Truppe.

Magnus Heldund ist es ebenfalls gelungen, die jungen Talente wie El Kahtib, Andy Frey und Micheal Grüber in die erste Mannschaft einzubauen und der zweifache Familienvater schenkte den jungen Talent viel Spielzeit. Auch in den entscheiden Phasen des Spiels, wie in Überzahl und Unterzahl konnten die Junioren Erfahrungen sammeln.

An den Schwächen zukünftig arbeiten
Lok Reinach schoss am meisten Tore aller 10 Teams, jedoch mit 104 Gegentoren muss das Hauptaugenmerk auf die Defensive gerichtet werden. Zudem haben die Oberwynentaler in Power-Play und Spielqualität viel Luft nach Oben. Die Planung für die kommende Saison läuft auf Hochtouren, die ersten Tendenzen deuten darauf hin, dass das Team zusammen bleibt und ebenfalls ist die Vertragsverlängerung mit dem Trainer Duo Hedlund/Galli nur noch Formsache. Ebenfalls ist der Vorstand bestrebt mit gezielten Transfers Erfahrung und spielerische Qualität ins Reinacher Kader zu bringen.

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