Schweizer Alpenclub
SAC Aarau: Protest gegen Heliskiing

Widerstand gegen Heliskiing aus den Alpinismuskreisen

Marcel Siegrist
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Die Traumlandschaft des Aletschgebietes gilt als Weltnaturerbe, doch leider wird es von Lärm und Gestank bedroht, vor allem durch rund 3'000 Helikopterflüge, die jeden Winter den Frieden auf Gletschern und Gipfeln empfindlich stören. Das ist umweltschädigend, schadet dem dem sanften, nachhaltigen Tourismus und damit auch der wirt-schaftlichen Entwicklung einer ganzen Region. Wenige lärmen aus Profitgier oder Vergnügungssucht umher und verderben damit den Aufenthalt tausender Menschen, die aus eigener Kraft in den Bergen unterwegs sind und dort Ruhe und Erholung vom Alltag suchen.

Jetzt endlich kommt aber breiter Widerstand gegen das Heliskiing aus den Alpinismuskreisen. Zusammen mit der Organisation „Mountain Wilderness" beteiligten sich am vergangenen Wochenende grosse und wichtige SAC-Sektionen an einer Protestaktion gegen das He-liskiing im Aletschegebiet und bei den Gletscherlandeplätzen Ebnefluh und Petersgrat.

Spontan entschlossen sich einige der 1700 Mitglieder des SAC Aarau, unterstützt von vielen andern, die zuhause blieben, an der Aktion teil zu nehmen. Bei schönstem Bergwetter, doch immer wieder überflogen von Helikoptern, trugen sie ihre Fähnchen mit der Forderung „Stop Heliskiing" vom Jungfraujoch über das Mönchsjoch, hinauf aufs über 3500 m Walcherhorn, über das Ewigschneefeld hinunter zum Konkor-diaplatz und von dort weiter über den Grossen Aletschgletscher zur Lötschenlücke und hinunter nach Blatten im Lötschental, wo zusam-men mit den andern Demonstranten eine Aussprache mit der lokalen Behörde stattfand, bei der klar die Meinung dominierte, dass dem He-liskiing in der Schweiz Einhalt geboten werden muss.

6.4.09/hrl

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