Beri-Fit / Volley
Reise ins Glarnerland der Turner Volleyball

Auf der Bächialp im Glarnerland

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Gut gelaunt und nicht zu spät besammelten sich 11 wanderfreudige am Beriker Bahnhof. Nur Eingeweihte wussten wohin die Reise ging. Im Zug via Zürich und Ziegelbrücke legte Vreni mit der Spielerei los. Alle hatten einen roten Faden abzuschneiden, die Länge war egal! Dieser sollte dann die nächste Runde einläuten. Bei noch schönen Wetter landeten wir in Linthal, von wo uns die steile Bahn auf 1300 m. nach Braunwald führte. Die Wolken hingen ziemlich tief als die Rucksäcke geschultert wurden und aufwärts ging es zum Rest. Ahorn wo gemütlich Kaffi und Gipfeli genossen wurden. Dann wanderten wir weiter aufwärts durch Kuh-Weiden, die Sicht ins Tal war meistens eingeschränkt. Vorbei an Schweftiberg gelangten wir gegen Mittag zur Bächialp auf 1383 m. Und wen trafen wir da, Michi und s'17! Pause war angesagt und los mit dem Faden-Spiel. Jeder hatte, pro Fingerlänge dem Faden entlang, seine Eigenschaften zu erzählen. Danach wurden wir von den beiden Nichtwanderer mit feinen Steaks vom Grill und Groth-Gummelsalat mit Brot verwöhnt und es wurde angestossen. Auch Susannes Willi machte die Runde. Doch bald hiess es aufbrechen, ohne Rucksack - wie angenehm. In ca. 2 Stunden seien wir hier wieder zurück.

Etwas aufwärts über Wurzeln, Steine und wieder runter wanderten wir, leider viel im Nebel. Doch dann erblickten wir den Oberblegisee und die Spiegelung der Felsen im See. Im großen Steinebachbett schritt Vreni zur 2. Tat. Alle hatten eine Jasskarte zu ziehen dann mussten die 3 Gruppen in kurzer Zeit einen Steinhaufen bauen, was gar nicht so einfach war. Nach einem Zwischenfall, Marco und Susanne legten gleichzeitig Steine auf den Haufen, sprang der Marco umher und kühlte den eingeklemmten Finger im See. Es siegte doch die Technik „ein Stein auf den andern" und nicht ein Berg voll Steine aufschichten. Auf dem Weg zurück zur Alp hat dann noch der Michi sein Handy verloren.

Die Boys marschierten wieder im Nebel zurück und nach einiger Zeit, welch eine Freude, hatten sie es wieder. Wir warteten derweil in der Hütte als auch die Getränke, die die Boys vom Alp-Beizli bringen sollten. Dann eröffnete uns Gaby dass wir die Hausschuhe anziehen sollen und uns für die Nacht installieren möchten. Die Wolldecken und Schlafsäcke wurden ausgerollt und man war schnell bereit für weitere Taten. Ruschti nahm sich dem Ofen an und feuerte kräftig ein. Zum Apero gab es feine Fleischplatten.

Auf der Alp wurde es dunkel und das Vierer-OK hatte inzwischen die Fondue-Caquelons mit Chäs gefüllt, das Brot war verkleinert und 4 von uns hatten nun zu rühren. Wir genossen das feine Alpen-Fondue. Danach wurden Bänke in die Küche gezügelt. Vreni wollte dass alle Schellen + Eicheln, und die Schilten + Rosen sich gegenüber setzen. Per Löffel war nun ein Pingpongball weiterzureichen und um den Bank zu rennen. Im 2. Spiel hatten alle eine Wäscheklammer im Mund. Diese war zu öffnen wenn die Jasskarte vom Nachbar kam, diese dann weitergeben, Klammer auf und zu und wieder um die Bänke zu rennen. War das eine Gaudi. Und jetzt hatten wir alle auch noch Lieder zu erraten, welche unsere Boys mittels Wasser im Munde gurgelten. Unsere Gehirnzellen wurden auch noch mit einem langen Quiz-Bogen getestet. Oh, da wurde es aber ruhig und es rasselte in manchem Kopf. Die Auflösung der vielen Fragen, liessen manch oh und ah hervor bringen.

Dann wurden die gefundenen Liederbüchli verteilt und die 13 sangen aus vollen Kehlen. Nr. 14, 89, etc. Der Kriminaltango musste echt rüber kommen, somit wurden Kerzen angezündet und das Licht gelöscht. Ruschti stimmte an und so erklangen die Strophen in allen Stimmlagen super echt. Ein erlebnisreicher Tag war vorüber und die ersten suchten ihr Kopfkissen auf.

Noch nie erlebten wir eine so schnarchlose Nacht, war dies wohl die gesunde Alpenluft? Gegen halb neun, nach der Katzenwäsche am Brunnen oder Inside, waren alle wieder munter und genossen das feine Frühstück welches uns vom Aelplerpaar gebracht wurde. Viel feiner Käse, frische Milch, usw. Und welch ein Panorama, die zerklüfteten Bergwände kamen zum Vorschein und wir sahen bis auf die Eckstöcke auf 2449 m hinauf. Gestärkt machten sich die 11 auf den Talmarsch zur Brunnenbergbahn auf 1029 m. Von dort aus ging es die steile Talfahrt nach Luchsingen hinunter. Blauer Himmel und warmes Wetter begleitete uns dann auf der Wegstrecke, entlang der Linth nach Nidfurn mit Dursthalt. In Schwanden warteten unsere beiden Köche, Michi + Marco im Schwimmbad-Restaurant, wo es auf der Terrasse Apéro vor dem Mitagessen gab. Vreni machte nun die Preisverteilung der verschiedenen Spiele. Als 3. wurde Ruschti, als 2. Alice und als neue Organisatorin 2011 Isa Schober gekürt. Sie erhielt dazu noch einen „Till Eulenspiegel", gebastelt von Vreni, als Wanderpreis. Herzliche Gratulation und wir freuen bereits auf 2011.

Nach kurzem Fussmarsch warteten wir am Bahnhof Schwanden. Dort zogen sich Doris und Gaby schwarze Handschuhe an, sagten nix. Ein grosser Bus mit Extrafahrt drauf, hielt und wir konnten uns darin bequem machen. Eine wunderschöne Fahrt durch das Engital führte uns nach Elm. Zu Fuss marschierten wir zum Schiefertafelmuseum. Draussen wurde uns mit Blick auf das Elmer-Bergsturzgebirge das Drama des anno 1881 Bergsturzes eindrücklich geschildert und auch wie wie es zum Martinsloch kam, welches wir gut sehen konnten.

Danach sahen wir eine Diaschau über den Schieferabbau und es gab eine Führung durch das Maschinenmuseum, welche alle sichtlich beeindruckte. Es benötigte 32 Arbeitsgänge bis zur Herstellung einer Schiefertafel! Man gedenke dies einmal beim Jassen!

Nach unserem Panoramafoto fuhr uns der Bus wieder zurück nach Schwanden von wo wir wieder in heimatliche Gefilden, nach paarmal umsteigen, gegen 20h00 auf dem Piz Mutsch eintrafen. Da waren dann auch Marco und Michi wieder, welche das ganze Geschirr und das Gepäck für das Weekend per Auto transportiert hatten.

Wir möchten uns beim OK-Quartett Gaby, Marco, Doris + Mich für die Organisation dieses erlebnisreichen Alpweekends ganz herzlich bedanken, wie auch bei Vreni für die originellen Spiele: es war wirklich schön und lustig.

Die Reporterin

Susanne Stulz