Reformierter Kirchenchor
Reise des reformierten Kirchenchors nach Rheinfelden

Rundgang mit einer Stadtführung

Marcel Siegrist
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Vergangenen Samstag traf sich eine heitere Schaar Chormitglieder mit ihren Angehörigen und der Chorleiterin Elisabaeth Egle um 7.15 Uhr beim Bahnhof Wohlen. Die aufgehende Sonne kündigte einen vielversprechenden Tag an. Nebelschwaden begleiteten den Bus bis in die Altstadt von Rheinfelden, der ältesten Zähringer Stadt in der Schweiz.. Nun war es Zeit für einen wohltuenden Kaffee mit Gipfel im Café Graf mit direkter Sicht auf den Rhein. Bei der anschliessenden Stadtführung durch die Altstadt erfuhren wir allerlei Interessantes aus der Geschichte von Rheinfelden. Die Stadt und das Fricktal gehörten bis vor 200 Jahren den Habsburgern und noch kurze Zeit den Franzosen, bevor sie dem Kanton Aargau zugeteilt wurden. Im mittelalterlichen Ratshaus besuchten wir den Ratssaal der heute noch für Versammlungen und Hochzeiten benutzt wird. Gemälde und Wappen der habsburgischen Herrschaft zieren den Saal. Die Habsburger soll man an den markanten langen Nasen erkennen. Die Johanniterkappelle aus dem Jahre 1456/57, wird heute für Konzerte und Ausstellungen benutzt, Die Löcher in den seitlichen Deckenwänden wurden mit Tonschalen gefüllt und tragen so zur Verbesserung der Akkustik bei. Der Rundgang führte weiter zum alten Stadtturm,, Hier erfuhren wir die Legende eines Ziegenbocks, der die Stadt vor der damaligen schwedischen Belagerung gerettet haben soll. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der christkatholischen Stadtkirche. Der Chor sang das Lied Shalom und war von der Akkustik begeistert. Der Pestaltar erinnert an die vielen Toten zur Zeit der Pest. Noch heute besteht der Brauch des Sebastianibrunnensingens. Dunkel gekleidete Männer ziehen am 24. und 31. Dezember singend von Brunnen zu Brunnen..
Zum Mittagessen trafen wir uns wieder im Hotel Schiff. Nach dem Essen hatten die Frauen noch etwas Zeit sich in den zahlreichen Boutiquen umzuschauen, bevor um 14.00 Uhr das naheliegende Panoramaschiff bestiegen wurde. Petrus war uns auf der Reise nach Basel gnädig. Das Interesse während der Fahrt galt natürlich den beiden Schleusen und der Durchfahrt Basels mit Blick auf das Münster und die Häuserkulisse und schliesslich der Industrie mit ihren Tanklagern. Zahlreiche Anlegestellen, bei denen das Schiff flussaufwärts Halt machte, liess uns wie auf dem Karrussell fühlen. Beim Dreiländereck war die Fahrt um ca. 16.30 Uhr zu Ende. Hier durfte natürlich ein Gruppenfoto nicht fehlen. Beim anschliessenden Besuch des Schifffahrtsmuseums (ca. 5 Gehminuten) erfuhren wir allerlei Interessantes über den Rhein und dessen Schifffahrt, über den Warentransport im allgemeinen seit dem 11 Jahrhundert angefangen bei den Maultieren über die ersten Segelschiffe, die mit Fässern beladen den Rhein runter fuhren bis zum ersten Dampfschiff, dass 1832 erstmals Basel erreichte. Ab 1921 waren die ersten Dieselmotorschiffe im Einsatz. Die heutigen Schlepper fassen Container für die 174 LKWs benötigt würden. Beim Schifffahrts- Simulator. konnten wir uns in die Welt eines Hochseekapitäns versetzen. Zusammen mit dem Donnergeroll von draussen konnten wir so richtig ins Seemannsgefühl eintauchen. Die Schweiz beschäftigt ca. 32 Kapitäne im Ausland..
Nun waren wir doch sichtlich froh, dass unser Car schon vor der Türe stand. Ein heftiges Gewitter begleitete uns bis ausserhalb Basel, aber schon bald liessen wir den Regen hinter uns und konnten die grüne Fahrt durch die Basellandschaft geniessen. Auf der Saalhöhe liessen wir den Tag bei einem leichten Nachtessen im Restaurant Chalet ausklingen. Um ca. 22.30 Uhr erreichten wir Wohlen. Ein Mitglied erwähnte, dass die Chorreise jeweils ihre schönste Reise im Jahr sei.^

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