Frauenriege
Reise der Frauenriege Mägenwil

15 Turnerinnen nahmen teil

Marcel Siegrist
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Am Samstag 11. September 2010 trafen sich um 7.15 Uhr 15 gut gelaunte Turnerinnen der Frauenriege Mägenwil zur Reise nach „Irgendwo" am Bahnhof. Die beiden Reiseleiterinnen Annemarie und Silvia verraten keine Spur des Reisezieles. Die Kollektivbillette werden ohne Kommentar verteilt und wir setzen uns in den Zug nach Othmarsingen, Rotkreuz und Luzern. Erster Kaffeehalt und weiter geht's nach kurzem Aufenthalt nach Wolhusen. Nach einem kurzen Marsch durch Wolhusen (bereits erster Anstieg) erreichten wir das Tropenhaus und verweilten uns in tropischem Klima unter riesigen Bananenbäumen und vielen bekannten und unbekannten Früchte tragenden Pflanzen. Wir genossen auch einen feinen Fruchtsaft und einige kosteten noch eine aromatische Banane mit roter Schale. Mit einem Extrabus fuhren wir durch eine herrliche Landschaft nach Menznau, wo wir oberhalb des Dorfes an einem Waldrand das Mittagessen aus dem Rucksack genossen. Auch ein kleines Nickerchen durfte nicht fehlen. Weiter ging's durch eine sattgrüne, hügelige Landschaft und immer mit allerbester Fernsicht. Bei Witz und Humor in einer Besenbeiz (Waldegg), löschten wir unseren Durst und konnten wieder neue Kräfte sammeln für unser Ziel, denn jetzt konnten wir den Napf erkennen und das Geheimnis wurde gelüftet. Uns stand noch ein anstrengender, schweisstreibender Fussmarsch bevor. Mit dem Ziel vor Augen und frisch gestärkt ging die Wanderung weiter. Einige zogen davon wie junge Rehlein und andere bekundeten Mühe mit dem steilen Anstieg. Irgendwann trafen wir uns wieder bei einem Halt in einem Restaurant kurz vor dem letzten markanten Anstieg zum Napf. Es war so steil, dass sogar Biker ihr Velo auf dem Abstieg nicht bestiegen.
Als Belohnung für den schweisstreibenden Aufstieg wartete ein überwältigendes Panorama. Da fehlen die Worte, man durfte nur geniessen.
Froh ein Nachtlager zu erhalten und eine kalte Dusche zu nehmen zogen wir in ein Nebengebäude des Haupthauses. Doch weit gefehlt, statt einer erfrischenden Dusche mussten wir mit einem kleinen Waschtrog vorlieb nehmen. In der Not reicht aber auch etwas Kleines. Beim Nachtessen (Salat, Bratwurst mit Pommes) merkte man bald, dass alle sehr müde waren und die Lust auf eine Riesen-Meringue hielt sich in Grenzen. Noch ein letzter Blick in den sternenklaren Himmel und dann ab ins Bett.
Der Sonnenaufgang vom Sonntagmorgen lockte Frühaufsteherinnen aus dem Bett und nach der Wartezeit bis zum Frühstück hiess es anstehen, denn wir waren nicht die einzigen auf dem Napf. Frisch gestärkt und noch warm eingepackt stiegen wir nun den steilen Weg Richtung Luthern hinunter. Nach einer kleinen Rast oberhalb Luthern und bald genug vom Wandern, wurde uns mitgeteilt, dass wir beim „nächsten" Bauernhof, abgeholt werden.
Wir wurden auf den Hof der Familie Theiler in Hergiswil am Napf geführt, wo sie den Kräuteranbau und -verkauf bewirtschaften. Ein Apéro mit verschiedenen Kräutersirups, ein Mittagessen mit „Blüemlisalat", Steak und Kartoffelgratin sowie einem Dessert rundeten das Kulinarische ab. Doch was nicht fehlen durfte, war ein Rundgang im Kräutergarten sowie der Verarbeitungsräume.
Die Heimreise ging dann über Willisau, Huttwil, Langenthal nach Mägenwil. Das traumhafte Wetter, die anstrengende, aber sehr schöne Wanderung sowie die lehrreiche Kräuterinformation bleiben uns in guter Erinnerung. Ein besonders herzlicher Dank gilt den beiden Reiseleiterinnen. (mze)