Kein Atommüll im Bözberg (KAIB)
Regierungsrat muss sich gegen Endlager wehren

Sacha Schenker
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Im November letzten Jahres reichte Grossrätin und KAIB-Vorstandsmitglied Elisabeth Burgener einen Vorstoss mit aktuellen Fragen rund um die Atommülllagerung und die bevorstehenden Sondierbohrungen auf dem Bözberg ein. Nun wurde der Vorstoss im Grossen Rat behandelt.

Die Organisation KAIB (Kein Atommüll im Bözberg) begrüsst, dass auch der Regierungsrat grundsätzlich kein atomares Tiefenlager im Aargau will und feststellt, dass viele Fragen noch offen sind, wie er in der Antwort auf den Vorstoss von Grossrätin Elisabeth Burgener festhält.

Für KAIB ist die Haltung des Aargauer Regierungsrates aber noch zu passiv: „Der Regierungsrat muss sich aktiver gegen ein atomares Tiefenlager im wasserreichen Bözberggebiet wehren.“ hält KAIB Präsident Max Chopard-Acklin fest. Auch deshalb, weil zwischenzeitlich eine Studie der Kantone –an der auch der Aargau beteiligt ist- zeigt, dass die mögliche Standortregion Bözberg (Jura Ost) stärker Erosionsgefahren ausgesetzt ist, als bisher angenommen wurde. „Mit Blick auf ein Atommülllager, welches über Jahrtausende sicher bleiben soll, ein klarer Nachteil.“ so Chopard.

Auch Grossrätin Burgener erwartet mehr vom Regierungsrat: Warum stellt sich der Regierungsrat betreffend den Sondierbohrungen in den Hintergrund, überlässt die Kommunikation Bund und Nagra und gedenkt nur im Rahmen der Verfahrensschritte zu informieren? Warum beteiligt er sich nicht mehr in der Partizipation mit der Bevölkerung? „Es wäre sehr zu wünschen, dass der Aargauer Regierungsrat vorne hin steht und sich mit voller Kraft dafür einsetzt, dass er kein Tiefenlager im Aargau will.“ meint Elisabeth Burgener.

Kontakt für Medienanfragen:

  • Elisabeth Burgener, Grossrätin und KAIB-Vorstandsmitglied: 079 563 84 32
  • Max Chopard-Acklin, Präsident KAIB: 079 786 22 29