Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden
Reger Gedankenaustausch unter den Natur- und Vogelschutzvereinen

Thomas Hersche
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P1050694.JPG Adolf Fäs und Kurt Häfliger (rechts)
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Nach einer von Martin Bolliger geleiteten Exkursion trafen sich Vorstandsmitglieder aller 14 Natur- und Vogelschutzvereine von Suhren-, Uerken- und Ruedertal in Unterentfelden.

Thema der Exkursion war die Natur im Siedlungsraum. Getreu diesem Motto trafen sich die gut 30 Vertreterinnen und Vertreter der vierzehn lokalen Vereine beim Parkplatz der Migros in Unterentfelden. Bei einem kurzen Spaziergang zur FTA, zum Sportplatz und schliesslich zum reformierten Kirchgemeindehaus erläuterte Martin Bolliger die Zusammenhänge zum Thema Natur. Siedlungsdruck und der zunehmende Trend zur Erstellung von naturfernen Gartenanlagen zählen zu den Hauptgründen der fehlenden Natur im Siedlungsraum. Auf der Exkursion wurden drei Beispiele gezeigt, wie die Natur gefördert werden kann: Begrünte Flachdächer als Standorte seltener Orchideenarten, zu Ruderalflächen umgestaltete Plätze sowie eine Blumenwiese inmitten der Wohnzone. Mit relativ wenig Aufwand kann gerade auf Balkonen, kleinen Plätzen, bei Fassaden und auf Flachdächern sehr viel für die Natur gewonnen werden.

Jahresprogramm der Vereine

Anschliessend fand im Kirchgemeindehaus der Rückblick aller Vereine auf das vergangene Jahr statt. Die Liste der interessanten Veranstaltungen ist sehr lang. Die vielen Arbeitsstunden beim Weiherputzen, beim Reinigen der Nistkästen, bei der Biotoppflege und bei der alljährlichen Sanierung der Amphibienzäune gehören bei allen Vereinen zum täglichen Geschäft und sind ebenfalls sehr wichtig, dass sie geleistet werden. Für die Vorstände interessant sind aber die speziellen Anlässe, von denen vielleicht der eine oder andere ins eigene Jahresprogramm übernommen werden kann. Es wurden etliche Exkursionen durchgeführt, so ins Zellmoos bei Sursee, ins Sensorium „Rüttihubelbad“ bei Walkringen oder in eine Sternwarte. Es wurden tierische Exkursionen zum Thema Schnecken, Fledermäuse (Veltheim) oder Kauz durchgeführt. Abend- und Schülerexkursionen, Vereinsreisen nach Frutigen ins Tropenhaus oder ein Abendbummel zum Thema „Wiesen und Rinder“ wurden angeboten. In Schöftland wurden 25 Gärten ausgewählt, die etwas Besonderes zu bieten haben, entsprechend beschriftet und bei einem Gartenrundgang gewürdigt. In Suhr hatte der Verein gar die Gelegenheit, einen Teil der Projektwoche der Bezirksschule zu bestreiten. In Unterentfelden zählte der Mosttag zu einem der Höhepunkte. Aber auch die Wanderung auf die Würz bei Densbüren wurde zu einem Erfolg.

Dank

Kurt Häfliger, Gemeinderat von Unterentfelden, begrüsste die zahlreichen Gäste und bedankte sich für deren Einsatz. Adolf Fäs, Vorstandsmitglied von BirdLife Aargau, überbrachte die besten Grüsse des übergeordneten Verbandes und sprach seinerseits den Dank aus für die vielen, für die Allgemeinheit ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden. Er verwies auch auf das 30Jahr-Jubiläum des Verbandes im nächsten Jahr und die verschiedenen Anlässe, die in diesem Rahmen angeboten werden. Der Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden als Gastgeber offerierte zum Abschluss ein Zobig, natürlich mit eigenem Most vom Mosttag. Nächstes Jahr werden die Vereine in Schöftland willkommen geheissen.