Alpenclub Bünzen
Regenflüeli, eine schöne Schneeschuhwanderung ganz in Weiss

Georg Mueller
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Der Wetterbericht versprach schönes Wetter ab ca. 1500 Metern. Bise nachlassend, aber weiterhin kalt. So war es nicht überraschend, dass sich nur 5 Alpenclub Bünzen Mitglieder und ein Gast um 8.30 Uhr auf dem Schulhausplatz trafen. Um 10.30 sassen die Teilnehmer im Eigentalerhof beim Kaffee. Eine halbe Stunde später schnallten wir auf dem Ganterseiparkplatz die Schneeschuhe an. Das Thermometer zeigte minus 8 Grad an, aber es war windstill. Eine Hochnebeldecke liess die Hoffnung offen, auf dem Gipfel an der Sonne auf das Nebelmeer hinab zu gucken. Voller Hoffnung führte Werner unsere Gruppe über den Talboden Richtung Buechstäg. Ab hier war’s vorbei mit dem gemütlichen ebenaus Wandern. In steilen Passagen stieg die Spur an, hinauf nach Unter Honegg. Auf der tief verschneiten Strasse führte der Weg weiter nach Ober Honegg. Wie höher wir stiegen, desto mehr tauchten wir ein in den Nebel. Beim Gebäude der Alp Gumm verpflegte sich eine 4er Gruppe. Da es noch nicht 12 Uhr war, war man der Meinung gleich zum Gipfel aufzusteigen und sich auf dem Rückweg hier zu verpflegen. Der Nebel war dichter geworden. Alles war weiss. Kein Orientierungspunkt war auszumachen. Voll Vertrauen auf unseren Führer folgten wir ihm aufwärts. Zeitweise war der Hang so steil, dass es einige Anstrengung brauchte der Spur aufwärts zu folgen. Schlussendlich erreichten wir den Grat, der zum Gipfel hinaufführte. Es war gut, dass hier ein Kreuz stand, das den Gipfel markierte. Auf dem Grat hatte eine leichte Bise eingesetzt, die den Aufenthalt auf dem Gipfel nicht angenehm machte. Die Aussicht hatten wir sehr schnell bestaunt, denn alles war schneeweiss. Ein Handschlag und der Rückweg wurde gleich angetreten. Im Abstieg folgten wir dem Sommerweg, der weniger steil nach Gumm hinunter führte. Bei dem Alpgebäude Gumm gab’s den Mittagshalt. Die Bank war zwar halbwegs besetzt, denn ein Pärchen schmolz auf Kerzenfeuer Raclette. Immer noch verhinderte der Nebel jede Sicht. Eine Spur Richtung Pfyfferswald war nicht auszumachen. Der Tourenleiter entschloss sich, der Aufstiegsspur folgend ins Tal abzusteigen. Auch im Abstieg bewunderten wir die tief verschneiten Bäume. Um 14 Uhr waren wir wieder bei den Autos. Den Abschiedskaffee nahmen wir wieder im Eigentalerhof ein. Somit endete eine wundervolle Nebelschneeschuhtour. Auch wenn wir im dichten Nebel unterwegs waren, beeindruckten uns die tiefverschneiten Bäume, Gaden, Bäche und Zäune. Auch ohne Sicht und Sonne waren wir von der weiss verzauberten Umgebung voll begeistert. Dem Tourenleiter Werner danken die Teilnehmer für die gute Führung und die nicht immer leichte Wegfindung.

Georg Müller