Verein für Natur- und Vogelschutz
Ornithologiekurs Möhlin mit Bergvogelexkursion abgeschlossen

Der Natur- und Vogelschutz Möhlin unternimmt Bergvogelexkursion in den Aletschwald, Riederalp, dem Herzen des UNESCO Weltnaturerbes.

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Der diesjährige Ornithologiekurs des Natur- und Vogelschutz Möhlin konnte erfolgreich abgeschlossen werden. 18 Teilnehmer hatten sich anfangs Jahr entschieden den Kurs unter der Leitung von Markus Kasper, Martin Hohermuth und Christian Erdin in Angriff zu nehmen. Ein umfangreiches Lernprogramm stand bevor. In 8 Theorieanlässen wurden die wichtigen Lebensräume für Vögel - Wald, Wasser, Siedlung, Kulturland und das Gebirge besprochen. Die Vogelarten dieser Lebensräume wurden vorgestellt, Gefieder sowie Fuss- und Schnabelformen analysiert. Eine besondere Herausforderung stellten die verschiedenen Vogelstimmen dar. Ungewohnt zu Beginn, schliesslich ist es nicht einfach aus dem „Lärm" des morgendlichen Vogelgetzwitschers eine Kohlmeise heraus zu hören - erlangten alle Teilnehmer eine grosse Fertigkeit im Erkennen einer Vogelart an ihrem individuellen Gesang. Die Exkursionen in der Umgebung von Möhlin waren eine gute Ergänzung, das erworbene Wissen in der Natur draussen zu testen. In der Schweiz ist der Lebensraum im Gebirge von grosser Bedeutung. Einen Ausflug in die Berge gehörte ebenfalls zum Programm.

Bergvogelexkursion im Aletschwald
Dieser Ausflug hat zugleich eine lange Tradition für die Vereinsmitglieder des Natur und Vogelschutzvereins Möhlin. Schon vor 50 Jahren, wusste ein Teilnehmer im mühsamen Aufstieg am Moränenweg zu berichten, seien sie frühmorgens aufgebrochen um Birkühner beobachten zu gehen. Dieses Jahr war dem Senior der Reisegruppe nicht ganz so viel Glück zuteil geworden. Immerhin zeigte sich noch ein einzelner Birkhahn am Horizont des Bergkamms. Die so entstanden Photos sind leider keine Trophäen, aber sie dienen bei einigen Teilnehmern doch dazu, den Beweis zu erbringen, erstmals diesen selten Vogel persönlich gesehen zu haben.

Hansruedi Böni, Exkursionsleiter und routinierter Kenner des Aletschwaldes hatte eine exklusive Routenwahl getroffen. Und so war es dann schon fast keine Überraschung mehr, dass der Baumpieper, die Alpenbraunelle und sogar der Steinrötel wie auch der Steinschmätzer ausgiebig beobachtet werden konnte.

Das Beobachten war anstrengend, ohne Fernrohr war bestenfalls ein Punkt in der Felswand auszumachen. Das Safari- Feeling, also das Gefühl, eine richtig tolle Beobachtung gemacht zu haben, wollte sich noch nicht bei allen einstellen. Das änderte sich aber schlagartig mit der Entdeckung eines jungen Kuckucks im Nest unmittelbar vor der Unterkunft auf der Riederfurka. Nie zuvor war es möglich gewesen einem derart seltenen Vogel quasi in die Augen zu kucken, während die Pflegeeltern, ein Hausrotschwanzpaar, den Jungvogel fütterten.

Den neuen Ornithologen aus Möhlin und Umgebung und ganz bestimmt für Noel, der Jüngste in der Gruppe, wird diese Exkursion noch lange eine tolle Erinnerung bleiben. Seine Beobachtungsliste umfasste 13 Erstbeobachtungen.

Christian Erdin

Zu den Bildern:
Markus Kasper, Leiter Ornithologiekurs und Hansruedi Böni, Leiter Bervogelexkursion in Action, der Girlitz will
bestimmt warden.

Junger Kuckuck im Nest eines Hausrotschwanz' - eine einzigartige Beobachtung, festgehalten von Martin Hohermuth, Riederfurka.

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