Natur- und Vogelschutzverein 1936
Ornithologen stehen früh auf

Der Natur- und Vogelschutzverein Gebenstorf war im Maschwander Ried.

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Am Sonntag, 17. Mai um 4.30 Uhr trafen wir uns auf dem Kirchenplatz. Es war kalt und dunkel, der Hausrotschwanz sang aber schon laut vom Kirchendach.

Um 5.30 Uhr trafen wir bereits im Maschwander Ried ein, wo uns unser Exkursionsleiter Hans Althaus empfing. Im Morgengrauen zwitscherten die Vögel von allen Seiten. Der Sumpfrohrsänger übertönte fast alle anderen Vogelstimmen mit seinem kratzigen, pfeifenden Gesang.

Beim Spatziergang durch die Feuchtwiesen und den Auenwald in einer der letzten grossen Riedebenen im Mittelland erfuhren wir von Hans Althaus viel Wissenswertes über die Fauna und Flora. Die blauen Sibirischen Schwertlilien leuchteten hell in den erwachenden Tag und die Tautropfen auf den Spinnennetzen im Riedgras funkelten in der Morgensonne wie Diamanten. Weit am Horizont erblickten wir die Rigi und dahinter die verschneite Alpenkette.

Beim Kaffee am Ende der Exkursion haben wir 34 gehörte oder gesehene Vogelarten aufzählen können. Darunter war der Weisstorch und sehr viele Rot- und Schwarzmilane, denen die Auenlandschaft eingegrenzt mit Reuss und Lorze gute Brut- und Nahrungsplätze bietet. (mpo)

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