SP Obersiggenthal
OASE: Die SP will keinen Martinsbergtunnel

Josef Marty
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Die SP Obersiggenthal will keinen zusätzlichen Mehrverkehr durch den Siedlungsraum im Siggenthal und verlangt den Einbezug und die Mitwirkung des Siggenthals bei der Überarbeitung des Teilprojekts der Region.

Die vom Regierungsrat angekündigte Denkpause für den OASE-Teil Baden/Siggenthal und das damit verbundene Verbleiben der Verkehrspläne auf Stufe Zwischenergebnis begrüsst die SP. Es scheint, dass die Bedenken und Anliegen der Siggenthaler Bevölkerung in Aarau zumindest gehört wurden.

Die SP lehnt die Weiterverfolgung der überdimensionierten OASE mit dem Martinsbergtun­nel grundsätzlich ab. Mit dem Strassenausbauprojekt OASE werden die bestehenden Ver­kehrsprobleme verschoben, statt behoben, und ein Martinsbergtunnel macht das Siggenthal zum verlängerten Autobahnzubringer durch die Siedlungsräume.

Die SP steht für eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik ein, die zum Ziel hat, den Siedlungs-, Verkehrs- und Freiraum so zu gestalten, dass die Wohnqualität gehalten oder verbessert werden kann. Eine weitere millionenschwere Förderung des Individualverkehrs bewirkt je­doch genau das Gegenteil und ist die falsche Antwort auf die heutigen Herausforderungen. Strassenausbau bringt Mehrverkehr und geht auf Kosten der Wohnbevölkerung, die mit zu­sätzlichem Mehr- und Schwerverkehr und den damit verbundenen Emissionen belastet wird.

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Velowegnetzes kann unab­hängig vom übertriebenen Strassenausbauprojekt OASE und unabhängig von einem Mar­tinsbergtunnel angepackt und vorangetrieben werden.

Sozialdemokratische Partei Obersiggenthal (SPO)

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