Kantonallager Pfadi Aargau 2013
Neue Hausarztpraxis auf dem Ruetschberg

Melanie Roethlisberger
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Begehung der Behörden Feuerwehr, Lebensmittelkontrolle, Polizei und die Gemeinde von Pfäffikon sind auf Platz für einen letzten Rundgang.
Climbo (Timon Balmer) bei seinem Sarasani. Der Sarasani von Climbos Pfadiabteilung.
Die Erzmine von Ferumberga Alle Bauten im Kala werden vom Baumeister Serge Faes abgenommen.
Auf der Mine Grisu (Manuela Scherer) und Cäsar (Serge Faes) klettern jeden Bau hoch, um ihn auf seine Sicherheit zu überprüfen.

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Samuel Urech / Wave

Auf dem Ruetschberg, nahe bei Pfäffikon, hat eine neue Hausarztpraxis geöffnet. Michael „Cornichon“ Fluri ist der leitende Arzt auf dem Lagerplatz des Kantonallagers der Pfadi Aargau. Beim Sicherheits- und Sanitätsposten betreut er zusammen mit seinem Team kleinere und gröbere Krankheitsfälle und kann - beispielsweise bei Sonnenstich – „seine“ Patienten auch länger behalten.

In der Sicherheit/Sanitäts-Zentrale hat sich Diego „Gonzo“ Berninger mit seinen Ressortmitgliedern für die nächsten zwei bis drei Wochen eingerichtet. Denn auch nach den zwei Lagerwochen kann es noch zu Sonnenbränden oder Schnittwunden kommen. Damit diese fachgerecht behandelt werden können, haben die Verantwortlichen des Ressorts Sicherheit/Sanität eine befristete Praxisbewilligung beim Kanton erhalten. Drei Lagerärzte stehen pro Lagerwoche zur Verfügung und kümmern sich um Kinder, Leiter und Helfer rund um die Uhr.

Mit der Einrichtung der lagereigenen Arztpraxis galt es, kurz vor Lagerbeginn, die letzten Fragen der Behörden zu klären. Dafür erhielt das Kantonallager der Pfadi Aargau Besuch von der Polizei, der Feuerwehr von Uster und Pfäffikon, der Lebensmittelkontrolle, dem Gemeinderat von Pfäffikon, dem Leiter des Sicherheitsamtes des Dorfs Pfäffikon und dem Samaritervertreter von Pfäffikon. Diese Behörden haben bereits im Vorfeld das Sicherheitskonzept dieses Grossanlasses beim Ruetschberg erhalten. So können sie schnell und sicher reagieren können, falls ein Notfall eintreten würde. Um vorbeugende Massnahmen zu ergreifen, haben die Verantwortlichen des Kantonallagers an strategisch wichtigen Punkten in den Lagerdörfern Löschposten mit Feuerlöscher montiert. Zudem wurde im Vorfeld das gesamte Lagergelände in Parzellen eingeteilt und diese numeriert, damit Feuerwehr, Polizei oder Sanität direkt zur betroffenen Parzelle hingewiesen werden können. Zur Parzelleneinteilung gehören auch Waldstücke und Spielwiesen. Ein 24h-Service im Sicherheitsposten stellt zusätzlich sicher, dass rund um die Uhr jemand in der Sicherheit/Sanität erreichbar ist.

Zur Vorbereitung für das Lager gehörte auch die Einschätzung der Bauten. Wind und Wetter sind für ein Pfadilager nämlich die relevanten Faktoren, die es zu beachten gilt. „Wir haben am Montag damit abgeschlossen, alle Bauten abzunehmen,“ so Serge „Cäsar“ Faes. Bereits vor dem Start des Kantonallagers mussten alle Abteilungen, welche etwas bauen wollten, diesen Bau bei Cäsar einreichen und eine Bewilligung einholen. Als Baumeister gab er den Abteilungen Tips, was noch zu verbessern wäre. Im Lager selbst ist er nun für die Abnahme der einzelnen Bauten zuständig. Deshalb kontrollierte er zusammen mit Simon "Qualle" Baggenstoss und Manuela „Grisu“ Scherer die Windfestigkeit, mögliche Sicherheitslücken und die Unwetterbeständigkeit der Blachenzelte und Türme. Je nach Windstärke müssen die Blachen bei solchen Bauten dann heruntergelassen und zusammengenommen werden oder dürfen nicht mehr betreten werden. „Wir achten auch darauf, wie weit entfernt die nächsten Zelte stehen. So stellen wir sicher, dass niemand getroffen wird, wenn es dann doch einen Holzstamm umhauen würde. Und natürlich geben wir den Gruppen dann Ratschläge, was sie noch ändern sollten, um die Sicherheit zu erhöhen“, erklärt Cäsar. Dabei muss das Wetter ständig überwacht werden. Dies geschieht im Sicherheit-Sanitätsposten. Eine entsprechende Warnung würde über die Dorfleitung und die Einheitsleiter (Leiter einer Pfadigruppe) herausgegeben werden. Man ist auch da auf alle Eventualitäten vorbereitet: im äussersten Notfall hat die Gemeinde Pfäffikon Turnhallen zur Verfügung gestellt, die von den 1300 Pfadis benutzt werden können. Hauptlagerleiter Merlin hält fest: „Die Unterstützung durch die Gemeinde Pfäffikon war im Vorfeld für die Vorbereitungen des Kantonallagers bereits riesig. Wir sind froh, dass während dem Lager die Zusammenarbeit weiterhin so gut klappt.“