KulturWerk-Stadt Sulz
Neue Bau- und Zonenordnung, ein heikles Eisen

Cornel Rüede
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Zum Frühschoppenstammtisch durfte Bruno Schraner gut 20 interessierte Vereinsmitglieder begrüssen. Einen speziellen Gruss richtete er an André Maier, der als verantwortlicher Gemeinderat durch das Thema führte.

Als Grund, dass wir heute über Auszonungen diskutieren müssen, nannte Hr. Maier das Raumplanungsgesetz, das wir in einer Volksabstimmung (Referendumsabstimmung) 2013 angenommen hatten. Dort steht unter Art. 15 explizit, dass überdimensionierte Bauzonen reduziert werden müssen

An der Reduzierung der Bauzonen ereiferten sich dann auch die ersten Anwesenden. Es sei unfair, dass uns, als strukturschwache Region, „von oben“ diktiert werde, wie viel Bauland wir einzonen dürften. Und noch schlimmer, dass von uns verlangt wird, unsere Baulandreserven zu reduzieren, zugunsten der bereits boomenden Verkehrsachsen und der Städte. Andre Maier versuchte zu beruhigen, indem er darauf hinwies, dass die Gemeinde alles unternimmt, dass wir per Saldo die Baulandreserven behalten können, dass es aber durchaus Härtefälle geben könnte, wo zum Wohle der ganzen Gemeinde Auszonungen leider nötig würden. Als Tipp wies er darauf hin, dass die fraglichen Gebiete am Einfachsten mit einer baldigen Überbauung vor einer Auszonung „gerettet“ werden könnten.

Wenn die Ausführungen von Herrn Maier und die Diskussionen auch kein allgemeines Verständnis für die Vorgaben „von oben“ gebracht hat, wurde in den anschliessenden Gesprächen doch der eine oder andere Gedanke laut, dass wir auch selber etwas beitragen müssen, sei es durch Bereitschaft Bauland auch zu verkaufen, statt zu horten, oder aktiv bei Überbauungen mitzumachen.

Der Frühschoppenstammtisch war auch diesmal wieder ein Volltreffer, der den Nerv der Anwesenden getroffen und zur Meinungsbildung beigetragen hat. Ein herzliche Dankeschön den Verantwortlichen verbunden mit der Bitte, diese sympathischen Anlässe im gleichen Rahmen weiterzuführen.