Natur- und Vogelschutzverein
Natur- und Vogelschutzverein Brugg

Donnerstagwanderung vom 1. April 2010

Drucken
Teilen

Zwischen garstigem Wetter zeigt sich just für die Wanderung Umiken- Sandbock-Schryber- Villnachern ein Schönwetterfenster. Bald schon nach dem Start bei der sogenannten „Gwaggelibrugg", die Brugg und Umiken über die Aare verbindet, begrüssen die aus dem Süden zurückgekehrten 2 Vogelarten Mönchsgrasmücke und Zilpzalp die Wandergruppe. Der Gesang mischt sich unter die Stimmen der in unseren Breitengraden gebliebenen Vogelarten wie Kohl-Blau- und Tannenmeisen, Buchfink, Kleiber und Rotkelchen. Zwei, drei Mäusebussarde (Greifvögel), segeln hoch in den Lüften und machen mit ihrem melancholischen „hiäh" auf sich aufmerksam.

In der Nähe des „Schryberhofes" polterte vor zirka 160 Jahren unvermittelt ein übermannshoher Felsbrocken vom Wald auf die Wiese. Eine Teilnehmerin erzählt wie ihre Urgrossmutter als Mädchen beim Postaustragen auf den genannten Bauernhof dieses Ereignis hautnah miterlebt hat. Der imposante, zum Teil mit Efeu und Moos überwachsene Fels lässt die Schreckenssekunden der Augenzeugin nur erahnen. Weiter vorn ist vom Wald her über den Feldweg und das Wiesenbord hinunter der Pfad eines Wildwechsels sichtbar.

Blühende Frühlingsschlüsselblumen, verschiedene Veilchenarten, das Lungenkraut, der Hopfenklee und Zweiblättrige Blaustern sowie ein einzelner gelb blühender Löwenzahn geben den Wiesen und Waldrändern die ersten Farbtupfer. In sattem Grün sind die Blätter der im Sommer blühenden Witwenblume bereits stark entwickelt. Auf einem kalkreichen, trockenen Waldrandstück gedeiht die Weisse Segge.

Bei der ehemaligen SBB Station Villnachern spriessen aus Ritzen zwischen Steinen und am Wegrand zu Hunderten die unscheinbaren weissen Blüten des Frühlingshungerblümchens, des Stengelumfassenden Täschelkrautes und des Vielstengligen Schaumkrautes. Am sonnigen Hang sind die Blattrosetten der bald blühenden geschützten Spinnen-Ragwurz, einer Orchideenart, in vollem Saft.

Ein Zwischenhalt in Villnachern und die Rückkehr im Postauto bei strömendem Regen beenden die interessanten Stunden. hha /Foto HpL

Aktuelle Nachrichten