Brass Band Erschwil
Musikreise 2015 - Speyer / Heidelberg

Raphael Vogt
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Bilder zum Leserbeitrag

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Die Sommerferien sind vorbei. Die Schulen haben wieder angefangen. Was geblieben ist, ist das schöne Spätsommerwetter. Optimale Voraussetzen fanden wir also vor für unsere alljährliche Musikreise am Wochenende des 22./23. August 2015. Dieses Jahr trieb uns die Reiselust in aller Herrgottsfrühe aus den Betten, denn unsere erste Zieldestination Speyer lag im nicht so grenznahen Deutschland. Für die rund 200 km lange Strecke zu bewältigen hatten wir eine Abfahrtszeit von 06:15 Uhr ausgemacht. Bis zur Grenze sammelte der Carchauffeur die auswärtigen Vereinsmitglieder auf, um sich dann in die mit etwas höheren Geschwindigkeiten ausgestatteten deutschen Autobahnen zu stürzen. Dank einer guten Verkehrssituation ging die Reise nach Speyer zügig und ohne nennenswerte Zwischenfälle vonstatten.

In Speyer kamen wir etwa um 10:00 bei strahlender Morgensonne und angenehm warmen Temperaturen an. Kaum ausgestiegen flog bereits die erste einmotorige Propellermaschine über unsere Köpfe hinweg und landete auf dem nahe gelegenen Flugfeld. Direkt daneben lag unser erster Programmpunkt am Samstag: das Technik-Museum Speyer. Für Technikfreunde war das Museum ein wahres Eldorado an technischen Finessen, PS-Boliden und übergrossen Transportmaschinen wie der russischen Antonov 22. Um 12:00 begab sich dann ein Teil der Reisegruppe ins museumseigene IMAX-Kino, in welchem wir uns eine rund einstündige Dokumentation über die Antarktisexpedition des britischen Polarforschers Ernest Shackleton ansahen. Nun war Zeit zum Mittagessen, welches wir im Restaurant des Museums, Hangar 10 genannt, einnahmen.

Am frühen Nachmittag bummelte die Reisegruppe Richtung Altstadt für eine Besichtigung des hiesigen Kaiserdoms zu Speyer. Die offizielle Bezeichnung der grössten romanischen Kirche der Welt und UNESCO Weltnaturerbes wäre Domkirch St. Maria und St.Stephan, diese wird aber kaum verwendet. Die Reisegruppe trennte sich nun in kleine Interessensgruppen auf und verbrachte den Nachmittag mit Sightseeing, Shopping in der Altstadt oder Verkostungen der lokalen Biersorten. Gegen 17:30 bezogen wir unsere Zimmer beim Hotel Speyer direkt gegenüber des Technikmuseums.

Um 19:00 sassen wir dann, nach einer schnellen Dusche und einem kurzen Apéro im Hotel, in der Hausbrauerei-Domhof wo unser Reiseorganisator Heinz Vogt Tische für das Abendessen reserviert hatte. Im Restaurant ging es bis spät in die Nacht feucht-fröhlich zu und her. Sogar Kussszenen für unser diesjähriges Showkonzert wurden gedreht. Diese sorgten für viele Belustigungen und herzhafte Lacher sowohl in der Reisegruppe als auch bei den übrigen Gästen. Der Abend liessen wir dann einzeln in der Altstadt ausklingen – bei manchen etwas früher, bei manchen aber auch etwas später.

Am Sonntagmorgen fand man sich im Frühstücksraum des Hotels ein zu einem ausgiebigen Frühstück. Aufgetischt wurde alles was den Gaumen erfreut von Rührei mit Speck bis zu nahrhaftem Müsli. Um 9:45 Uhr sassen wir wieder im Bus für die circa halbstündige Weiterfahrt nach Heidelberg. Petrus war uns auch am Sonntag gut gesinnt – das Wetter war auch am zweiten Reisetag herrlich. So kamen wir eine halbe Stunde zu früh in Heidelberg an. Das gab uns die Gelegenheit für ein Erfrischungsgetränk in der Heidelberger Altstadt vor dem ersten Programmpunkt am Sonntag. Heinz organisierte nämlich um 11:00 eine Stadtführung mit dem Titel „Heidelberg – die Highlights in Kürze“. Unser äusserst kompetenter Stadtführer verstand es Witz und Charme, aber auch fundiertem Fachwissen die Sehenswürdigkeiten und ihre geschichtliche Bedeutung zu zeigen und zu erläutern. Bis zur Heimreise um 15:00 gab es auch in Heidelberg Zeit zur freien Verfügung. Da in dem geführten Rundgang das berühmte Schloss von Heidelberg nicht inbegriffen war entschied man sich spontan dieses zu besichtigen. So fuhren wir also mit einer Standseilbahn hoch zum Schlosshügel. Vom Schloss aus hatte man eine herrliche Aussicht auf den Fluss Neckar, die Altstadt von Heidelberg und die auf der anderen Talseite liegenden Luxusvillen der Stadt. Bis zur Abreise blieb auch noch Zeit um Souvenirs zu kaufen und ein feines Mittagessen in der Heidelberger Altstadt.

An dieser Stelle gebührt Heinz Vogt ein herzliches Dankeschön für die Organisation eines sehr interessanten und abwechslungsreichen Wochenendausflugs. Den Bericht abschliessen möchte ich mit einem kurzen Gedicht, welches ein paar Eigenheiten von Heidelberg sehr schön umschreibt.

Alt Heidelberg du feine,

drei Dinge nenn‘ ich deine:

das alte Schloss, den Neckarfluss

und den Heidelberger Studentenkuss.