Musikgemeinschaft Küttigen-Biberstein
Musikabend der Musikgesellschaft Biberstein

Typisch Schweizerisch

Stefan Berner
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„Urchig und lüpfig" hiess das diesjährige Musikabend-Motto der Musikgesellschaft Biberstein. Unterstützung erhielt sie von der Ländlerkapelle „Roggehuusemusig Aarau", dem einheimischen Jodelchor „Haselbrünneli" und dem Jodelchor Frick. Das Resultat: Eine volle Turnhalle und ein begeistertes Publikum.

Über drei Monate bereitete sich das 30-köpfige Ensemble der MG Biberstein auf den Musikabend vom 5. Dezember 2009 vor. Egal ob virtuose Ländler, rassige Marschmusik oder Jodelchorklänge mit Blasmusikbegleitung, für die Zuschauer wurde ein variantenreiches und in dieser Form einzigartiges Konzertprogramm einstudiert. „Wir wollten auch das Publikum miteinbeziehen und mitmachen lassen", sagt Balz Burch, Dirigent der MG Biberstein. Dieses Vorhaben funktionierte bestens: Das Publikum klatschte während den einzelnen Stücken vergnügt mit oder schrie bei der Heirassa-Polka lautstark „Heirassa" auf die Bühne. „Das Publikum hat super mitgemacht. Die langen Proben haben sich gelohnt.", freut sich der Präsident, Gerhard Häuptli, nach dem Konzert. Zwischen den einzelnen Stücken sorgte Pfarrer Beat Hänggi mit lustigen und pointierten Ansagen dafür, dass nebst den Trommelfellen auch die Zwerchfelle der über 350 Konzertbesucher ordentlich gereizt wurden.

Urchige Jodelchöre und lüpfige Ländler
Für den 2. und 3. Konzertteil des Musikabends wurde die Musikgesellschaft von der Roggehuusemuusig Aarau und dem Jodelchor „Haselbrünneli", verstärkt durch den Jodelchor Frick, begleitet. Im Wechsel mit der Ländlerkapelle spielte die Musikgesellschaft bekannte Klassiker der Ländlermusik auf: Den Schwyzer Schottisch, im Örgelihuus sowie die Heirassa-Polka. Für ländlermusikalische Frischluft sorgte zum Schluss auch noch der „Malojawind". Gemeinsam stimmten die Musikanten im letzten Konzerteil zu den Jodel-Klassikern „Gwitternacht" und „Chilbiziit" an. Diese Werke, aus der Feder von Emil Wallimann, wurden von ihm speziell für Jodelchor und Blasorchester komponiert.

„Die Jodelchöre passten genau zu eurem Motto", sagt denn auch eine einheimische Konzertbesucherin. In der Tat waren diese eine willkommene Abwechslung und verstärkten das „urchige" Element an diesem Abend.

Vielversprechender Nachwuchs
Den Auftakt in den Abend machte mit einem halbstündigen Konzert das Jugendspiel Küttigen/Biberstein. Mit Klassikern wie „Indiana Jones" und „Tears in heaven" führten die Jungmusikanten, unter der kompetenten Leitung ihres Dirigenten Erich Weber, stimmungsvoll in den Abend. Das Publikum belohnte die eindrückliche Leistung des 30-köpfigen Musik-Nachwuchses mit kräftigem Applaus.

Gute Musik des Nachwuchses und gute Musik der Grossen: „Die Musiker aus Biberstein verstehen es einfach, gute Musik und gute Unterhaltung zu machen." So der Kommentar eines hell begeisterten und sehr zufriedenen Konzertbesuchers.