Männerriege
MR-Reise vom Zentrum Zurzibiet zum Mittelpunkt der Schweiz.

Die Männerriege Tegerfelden liess sich heuer etwas ganz besonderes zur zwei tägigen Reise einfallen. Das Zentrum des Zurzibiets heisst Tegerfelden und der geografische Mittelpunkt der Schweiz findet sich auf der Aelggi – Alp in Kanton Obwalden, oberhalb Sachseln.

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
3 Bilder

42 gutgelaunte Frauen und Männer bewegten sich am 5. September nach 07: 00 Uhr mit dem Car Richtung Innerschweiz. Der Vertrag mit dem Petrus wurde in allen Details eingehalten. Am Freitag wurde nochmals die ganze Schweiz vom Staub gereinigt. Die saubere Luft, die einwandfreie Sicht, sowie das Postkarten - Wetter während den folgenden beiden Tagen war in jeder Beziehung einmalig und ein tolles Erlebnis.

Nach dem ersten Kaffeehalt in Sachseln ging es auf den schmalen Strassen und an steilen Abhängen vorbei mit Spezialfahrzeugen ins Zentrum der Schweiz.. Durch den unerhofften Alpabzug der Küche auf dieser Strasse wurde ein Fahrzeug plötzlich zum Dampfauto. Doch alles halb so wild, wir erreichten dennoch pünklich die schöne Hochebene Aelggi - Alp. Der Neuschnee auf den Gipfeln wirkte wir eine Zuckerhaube.

Aus Anlass des 150 - jährigen Bestehens der Landestopografie in Bern haben im Jahre 1988 dessen Mitarbeiter den geografischen Mittelpunkt hier oben ermittelt. Durch die bekannte Fernsehsendung ist dies zu einem beliebten Durchgangspunkt geworden. Am dem Stein unterhalb der Pyramide sind die Namen der « Schweizer des Jahres » (wie Roger Federer, Köbi Kuhn, Peter Sauber) auf einer Plakette eingraviert. Auf dem Naturerlebnispfad machen 15 Tafeln auf die Schönheit, viel Wissenwertes über die Natur, die Flora und Fauna, sowie die Geografie und Geologie aufmerksam. Der Ausflug iauf der Aelggi - Alp wurde mit einem feinen Bergmenue abgerundet.

Nach der Rückfahrt ging es mit dem Car weiter. Eine nächste Sehwürdigkeit erwartete uns nach dem Brünigpass in Guttannen, die Grimselwelt. Nicht nur der schöne Pass mit den weltberühmten Stauseen war eine Augenweide, nein das Innenleben dieser Staumauer tief drin im Berg pulsiert das Leben weiter. Unter der kundigen Führung während 2 1⁄2 Stunden wurden uns die Anlagen eines der komplexesten Wasserkraftsysteme der Alpen präsentiert. In zahlreichen Bauetappen entstanden seit der Gründung im Jahre 1925 neun Kraftwerke, acht Speicherseen, 150 km Stollen und hunderte von Kilometern Rohrleitungen. Jährlich produziert die KWO Strom aus erneuerbarer Wasserkraft für mehr als 1,2 Mil. Menschen.

Die Fahrt mit dem Car durch die über 3 km langen Stollen und die Besichtigung der unsagbaren und jahrmillionen alten Kristallkluft ist etwas Magisches an sich, das sich anzieht, packt und fasziniert.

Auch kulinarisch hat die Grimselwelt einiges zu bieten. Nach dem Check - in im Hotel Handeck wurden die wunderbaren Zimmer bewundert und in einen stilvollen Speisesaal aus regionalen, frischen Produkten feine Gerichte serviert. Wäre da nicht die langsame Kaffeemaschine gewesen, wäre im gleichen Hotel das Morgenessen als vorzüglich bezeichnet worden. Individuell konnte mit einem Fussmarsch die steilste Bergbahn der Welt, die Gelmerbahn (106%) und die spektatuläre Handeckhängebrücke besichtigt werden. In der nahegelegenen Alpkäserei wurde zudem die Herstellung des Bergkäses vorgeführt.

Bald ging es aber weiter Richtung Grimselpasshöhe, wo wir den nächsten Halt beim Grimselblick einschalteten. In voller Frische, aber immer noch herrlichen Wetter war ein Fussmarsch um den Grimselbergsee, ein Besuch in der Kristallgrotte und im Tierpark angesagt. Bevor wir uns aber ins Tal nach Gletsch in den Kanton Wallis begaben, verpflegten wir uns a la Karte. Wir staunten dabei nicht schlecht, über die überaus leistungsfähige Küche.

In Gletsch angekommen stand schon die Dampfbahn für die Furkabergstrecke bereit. Das einmalige Erlebnis führte uns vom Fuss des Rhonegletschers durch Tal und Tunnel nach 1 3⁄4 - Stunden Fahrtzeit nach Realp. Im Kanton Uri ging es dann wieder mit dem Car via Andermatt - Altdorf nach Sisikon. Bei diesem Ausflugwetter war es dann nicht verwunderlich, dass es einige Staus auf der Gotthardstrecke gab. So wurden wir im Restaurant Tellsplatte für das Nachtessen etwas verspätet willkommen geheissen. Die prächtige Sicht auf den Urnersee und das Glockenspiel oberhalb der Tellslatte liessen diesen Staufrust etwas verklingen, obwohl der vorgesehene Fussmarsch zur Tellsplatte als kleine Abstrick in Kauf genommen werden musste. So fuhren wir nach der Durchfahrt durch 11 Kantonen und dank dem Carchauffeur, « Hans » pünktlich in Tegerfelden ein. Wir waren alle gesund und glücklich, dass wir die schönsten Sommertage nochmals so richtig geniessen konnten. Die Zeit vergeht die schönen Erinnerungen bleiben.

Wie geht es weiter ?
Die Eventgruppe hat ihren nächsten Termin am Montag, 21. September. Wir bereiten uns wieder auf die Kreis - Wintermeisterschaft im Volleyball vor, wo sich erfreulicherweise wieder drei Mannschaften aus unserer Riege an gemeldet haben. Das freiwillige Training ist nun wie immer am Mittwoch um 19:30 angesagt. (mde)

Aktuelle Nachrichten