Monatswanderung der Männerriege Villigen

Finsterwald Urs
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Wandergruppe Villigen

Wanderung vom 29. September 2016

Bielersee Rebenweg

Die Wettervorhersage verriet herrliches Herbstwetter, so konnte Werner Lehmann die stattliche Anzahl von 37 Wandersleuten begrüssen. Die grosse Schar reiste mit dem Zug bis Biel, dann mit dem Bus bis zum Rebenweg, dem Ausgangspunkt der Wanderung.

Die erste Strecke führte noch durch bewaldetes Gebiet. Der Hochnebel war eher zäh, doch gegen Mittag lichtete er sich und die Sonne zeigte sich mit herbstlicher Wärme.

Wegen dem Dunst war die Alpenkette im Hintergrund nur silhouettenhaft sichtbar.

Auf dem Rebenweg konnten die steilen Hanglagen mit den Rebsorten Chasselas und Blauburgunder bewundert werden. Die Bewässerungs- und die Förderanlagen liessen erahnen, wie schwierig die Arbeiten hier im Rebberg sind. Der schöne Behang ist reif zur Ernte und einige Winzer waren schon an der Traubenernte.

Für unsere Weinbauern war es fast betrüblich, die schönen Behänge zu sehen. Der Frost im Frühjahr hat ja die diesjährige Ernte zum Teil sehr dezimiert.

Beim Schützenhaus von Alfermée, das mit seinem Turm aussieht wie eine Kirche, gab Werner Lehmann einige Informationen zur Gegend um den Bielersee bekannt. Vier Dörfer haben sich 2010 zur Gemeinde Twann-Tüscherz zusammengeschlossen. Der nördliche Teil der Petersinsel liegt auf dessen Gemeindegebiet. Hier hat 1765 Jean Jacques Rousseau kurze Zeit gelebt, bis ihn die Berner Aristokraten vertrieben haben.

Auch die hiesigen Rebbauern mussten früher den Berner Burgern die Steuern mit dem Wein-Zehnten begleichen. Wir im alten Berner Aargau wissen, wie das damals zu- und herging.

Am gegenüberliegenden Seeufer befindet sich der Einlauf des Hagneckkanals, seit der Juragewässerkorrektion ist das Seeland eine fruchtbare Gegend und weitgehend von Überschwemmungen verschont.

Auf dem Twannberg wurden verschiedene Meteoriten und Teile davon gefunden, es ist die einzig bekannte Gegend, in der sich ein Streufeld befindet.

Der wunderbare Rebenweg über dem Bielersee liess den Blick ins Seeland schweifen und die Gruppe erreichte das Dorf Twann mit den schönen alten Häusern und den engen Gassen. Im Restaurant zum alten Schweizer wurde ausgiebig Mittagsrast gemacht, das gehört zur Geselligkeit.

Gestärkt wurde der zweite Teil in Angriff genommen. Es ging nochmals bergauf und dann wieder abwärts bis zur Bahnstation Ligerz.

Nach einer schönen Wanderung in einer wunderbaren Gegend reiste die Gruppe zufrieden nach Hause.

Die nächste Halbtageswanderung führt die Villiger ins Wasserschloss, eine Rundwanderung.