Die Liberalen
Mit Früherkennung und Frühintervention ein gutes Lernklima schaffen

FDP Erlinsbach AG

Marcel Siegrist
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Präsident Rudolf Witzig begrüsste am vergangenen Montag eine wackere Schar von Freisinnigen zur Generalversammlung in der alten Trotte in Erlinsbach. Den Auftakt der Versammlung bildete das Referat von Urs Näf, Mitglied der Schulleitung, Schule Erzbachtal. Er zeigte auf, worauf es ankommt, um ein gutes Lernklima zu schaffen und Brüche in den Schullaufbahnen zu verhindern. Die Versammlung befasste sich sodann mit einem erfolgreichen Parteijahr, über das Präsident und Vorstand berichten konnten.
Der Erlinsbacher Sekundarlehrer Urs Näf stellte den Freisinnigen das - zumindest im Erzbachtal - kantonsübergreifende Projekt „Hinschauen und Handeln" vor. Ziel sind Früherkennung und rasche Intervention bei zwischenmenschlichen und schulischen Schwierigkeiten sowie bei allen Fällen von Gewalt und Suchtmittelproblemen. Dazu kommen systematische Beobachtungen, Dokumentieren von Ereignissen und Direktgespräche, in einer zweiten Phase auch disziplinarische Massnahmen wie Time-out oder Sonderschulungen zur Anwendung. Ein Leitfaden und zahlreiche praxisgerechte Unterlagen sollen den Schulpraktikern helfen, schwierige Situationen zu bewältigen. Auch die Beteiligung des Elternvereins trägt in Erlinsbach zu den guten Erfahrungen mit diesem Programm bei. „ Die Schulkulturen haben sich über die Häuser und Kantonsgrenze angenähert, das Verständnis zwischen den Schulstufen ist gewachsen und die Zusammenarbeit mit den Eltern konnte gestärkt werden", so Näf gegenüber der aufmerksamen Hörerschaft.
Unaufgeregte Sachpolitik als Leitfaden
Der statuarische Teil war kurz. Witzig geisselte „den Tanz der Eitelkeiten" in Bundesbern. Es falle schwer aus all den Absichtserklärungen das tatsächlich Gültige und eine kohärente Strategie herauszulesen - das gelte für alle Bundesparteien!: „Aktuell grassiert die unsägliche Mode, dass Jeder meint, Wichtiges zum besten geben zu müssen, oft unabgesprochen und manchmal direkt aus dem Bauch heraus". In der FDP Erlinsbach arbeite man pragmatisch und unaufgeregt auf die Sache bezogen. Witzig konnte berichten, dass der Vorstand im Berichtsjahr in fünf Sitzungen die Parteiarbeit effizient koordiniert hat. Geschätzt wird der Gedankenaustausch mit den Behörden. Höhepunkte im Parteijahr waren das Spitallandschafts-Referat des neuen Abteilungschefs Spitalversorgung Robert Rhiner, die Infoveranstaltung zum Schulinformatikprojekt der Schule Erzbachtal mit Vizegemeindepräsident H.R.Hubeli und Beat Neuenschwander sowie der Besuch im neuen Pflegezentrum auf der Barmelweid mit Präsident Daniel Heller und Max Tschiri. Bericht und Arbeit der Ortsparteileitung wurden mit warmem Applaus abgegolten.
„Die Zukunft des Freisinns ist nicht grünliberal, sie ist freisinnig!"
Das Programm 2011 ist primär auf die Nationalratswahlen ausgerichtet. Der Bezirk Aarau stellt mit Chefarzt Ulrich Bürgi und den beiden Kandidatinnen Barbara Urech und Maja Riniker drei gute Kandidaturen auf der FDP Liste. Witzig meinte: Der Freisinn müsse aufhören, sich von allen Kaffeesatzlesern ins Bockshorn jagen zu lassen, und wieder das fordern, wofür er stehe: Die Zukunft des Freisinns sei nicht grünliberal, sie ist freisinnig und freiheitlich. Freiheit bedeute auch heute die grösstmögliche Abwesenheit von staatlichen Zwängen. Im Uebrigen gehöre zu den sachlich pragmatischen Lösungen beispielsweise, dass die Aargauerinnen und Aargauer den Mellingern am 15. Mai ihre Umfahrung bewilligen, und zwar das ganze Stück und nicht als Flickwerk. Dazu rief Präsident Witzig auch die Erlinsbacher Freisinnigen auf.(he)