Turbenbühne Bellach
Me muess ne eifach g'seh ha....... (de Häfelibrönner vo Bätziwil)

Hans-Jörg Oetterli
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.... so brachte es der Autor Josef Brun im Vorwort zum Stück auf den Punkt. Und so war es auch. Mit diesem Lustspiel und Volksstück in Einem lockte die Theatergruppe TURBENBÜHNE Bellach wiederum viele Zuschauer in den Turbensaal nach Bellach. Wie immer im März präsentierte sie ihr diesjähriges Bühnenstück "de Häfelibrönner vo Bätziwil".

Die Inszenierung führte die Zuschauer in eine Mischung zwischen Märchen und Realität. Wobei es sich keineswegs um ein Märchen handelte, denn die Geschichte könnte sich zu jederzeit irgendwo in der Schweiz abgespielt haben.

Vom aufwendigen Buhnenbild war das Publikum faszinierte. Noch mehr bezauberte allerdings die gesamte Dekoration und fand die die ungeteilte Begeisterung aller Zuschauer.

Bereits am Eingang begrüssten zwei schön geschmückte "Hürlimanntraktoren", die Theaterbesucher. Beim Eintritt erhielt jeder Mann und jede Frau anstelle eines Billettes ein Schnapsglas als Eintrittskarte, welches nachfolgend von attraktiven Damen gefüllt wurde. So konnte sich jeder von den Brennkünsten des "Häfelibrönners" überzeugen.

Gleich nach dem Eintreten wurde der Blick vom Bijou der Dekoration, dem Originalbrönnhäfeli (welches von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung zur Verfügung gestellte wurde) gefesselt. Doch auch sonst wurde in jedem Detail des Ambientes sichtbar, mit welcher Liebe und Hingabe das Dekoteam gearbeitet hatte.

Und die Vorführungen erfüllten ebenfalls in jeder Hinsicht die Erwartungen. Nicht nur die Dialoge waren voller Pep und hatten Inhalt. Auch die schauspielerischen Leistungen aller Darsteller konnten sich sehen lassen.

Ob die beiden Töchter von Heiri Schlatter, Evi und Pia, sich über ihren Vater amüsierten, die hochzeitswilligen Damen Nelly und Uschi sich mit Wäsche bewarfen oder die beiden Schnapsvögte Bruno und Erwin das Schnapslager des Bauern bestaunten. In jeder Phase merkte man die Begeisterung und das Herzblut welches Alle bereit waren zu geben. Dazu trug auch Hochwürden bei. Der Pfarrer wollte auch unbedingt vom guten Schnaps kosten, und der hinterhältige Nachbar Hugo Mattli, welcher Heiri schliesslich verpfiff und dafür sorgte, dass dieser ins Gefängnis musste, sorgten für einige Lacher. Die Heiratsvermittlerin Rosa Schmucki kam letztendlich doch noch zu einer gelungenen Vermittlung, auch wenn es sich dabei nur um ihre Eigene handelte.

Der Applaus der insgesamt über 650 Zuschauer entlohnte die Schauspieler für ihren Aufwand. Diese Zahl bedeutet einen neuen Besucherrekord und zeigte dem ganzen Verein, dass es sich auszahlt ein "wenig mehr Aufwand" auf sich zu nehmen.

Die Schauspieler, das Team dahinter und der ganze Verein bedanken sich für die Unterstützung bei allen Zuschauern und Sponsoren und hoffen, dass auch im nächsten Jahr wieder unzählige Zuschauer den Weg in den Turbensaal finden - wenn es wieder heisst, die TURBENBÜHNE Bellach präsentiert .....

Und auch dann hoffen wir, dass alle sagen "me muess es eifach g'seh ha'

Wer mehr über das Stück und die Theatergruppe wissen will, kann dies tun unter www.turbenbuehne-bellach.jimdo.ch

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