Männerturnverein
Männerturner Boswil auf Reisen

Grimselwanderung und abenteuerliche Talfahrt

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Auch unter gereiften Männerturnern kam eine Art Unbehagen auf, als man vom Ziel der diesjährigen Turnerreise erfuhr: Grimselwanderung mit anschliessender Gelmerbahn-Talfahrt - bekannt als steilste Standseilbahn der Welt! Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war die Teilnehmerzahl grösser als in den vorangegangenen Jahren.

Das Wetter war den Turnern hingegen nicht wohlgesinnt; nebelverhangen mit einem empfindlich kalten Wind wurde man in Andermatt empfangen. Umso zügiger marschierte man Richtung Realp von wo man mit der Furka-Dampfbahn mit einer weiss-braun-schwarzen Rauch-Dampf-Fahne, welche vor allem in den Tunnels auch die Waggons füllte, auf die Furka-Passhöhe fuhr. Auch auf 2200 m.ü.M. lag die „Fernsicht" bei rund 50m. Aber kaum auf der Walliserseite angelangt, lichtete sich der Nebel und uns präsentierte sich ein herrliches Berg-Panorama mit dem imposanten Rhonegletscher. Dann waren wir auch schon in Gletsch - Endstation der 13km langen Dampfbahnfahrt. Mit dem von Reiseleiter Andi Keusch chauffierten Kleinbus kurvte man wieder in die Höhe. Ziel war das Berghaus Oberaar, auf dem Grimsel, wo wir das Nachtessen, den Abend und ein komfortables Nachlager genossen.

Durch das Knarren der Holztreppen und/oder durch das gleissende Sonnenlicht wurde man anderntags geweckt. Nach kurzer Fahrt zur Talstation der Gelmerbahn, wechselte man zu Fuss die Talseite und überquerte die schmale Handeck-Hängeseilbrücke Richtung Widmannshöhe und erreichte schliesslich den Gelmersee 1850 m.ü.M. Dann der eigentliche Höhepunkt: Mit der steilsten Standseilbahn der Welt zuckelte man talwärts, in offenem Gefährt, gesichert wie in den Bahnen des Europa-Parkes, aber nicht ganz so schnell. Aber auch so war Nervenkitzel garantiert, bei 106% Gefälle glaubte man in freiem Fall ins Tal zu stürzen. Wie nicht anders zu erwarten war erreichten alle wohlbehalten die Talstation. Mit einer gehörigen Portion Bergkäse oder einer urchigen Käseschnitte wurde das kleine „Abenteuer" abgeschlossen bevor uns Andi Keusch zurück ins Freiamt chauffierte. Vielen Dank und bis zur MTV-Reise 2010. (rgä)

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