Männerriege
Männerriegenreise Zeihen

14 Turnver im Bündnerland

Marcel Siegrist
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Am Morgen des 4. September machten sich 14 tapfere Kameraden auf den Weg ins Bündnerland. Der Weg mit Bus und Zug war steinig und lang, aber dank Wein, Speck und Salami lies er sich gut ertragen. Gegen 10 Uhr sind wir in Churwalden in die Fleischtrocknerei Bischoffberger eingekehrt. Hier wird Natur noch gross geschrieben, und alles wird von Hand und Mutter Natur getrocknet. Nach Besichtigung und Verköstigung hatten wir das Hotel erobert und ein jeder hatte sich ein warmes Plätzchen in den 4-Bett Zimmern erkämpft... Nachdem wir uns an der Bar einen Apero genehmigt hatten, erklommen wir den Gipfel des Pradaschier-Seilparks. Die mit genügend Mumm kletterten wie kleine Äffchen im Seilpark herum. So mancher hat aber schnell den Mut in den lufitgen Höhen, auf einem der wackligen Stahlseile, verloren - aber Umkehren würden ja nur Warmduscher. Da niemand als ein Solcher abgestempelt werden wollte, hat sich jeder auf seine Art und Weise durch geangelt... Nach dieser Anstrenung haben wir uns auf dem Berge verköstigt. Leider hat sich dabei die Sonne praktisch bis auf ein paar nervöse Zuckungen nicht blicken lassen. Also standen wir vor der Wahl, was wir mit unserem Reiseleiter machen sollten: steinigen oder noch eine letzte Chance für den Sonntag geben - wir entschieden uns für letzeres...
Für die Meisten ging es nach den Bündner Köstlichkeiten auf die längste Sommerrodelbahn Europas. Waren die Leistungen im Sinne der Geschwindigkeit beim ersten Lauf noch etwas durchwachsen, so hat sich eine kleine Gruppe mutiger Zeiher ein zweites Mal auf den Weg gemacht - diesmal getreu dem Motto: Wer bremst verliert - und es war wirklich eine rasante Fahrt! Die anderen Kameraden nahmen in der Zwischenzeit einen mehrstündigen Power-Nap, um neue Kräfte zu sammeln. Zum z'Nacht waren wir im Stall geladen, wo feines Chäs-Fondue und Bündner Röteli auf uns warteten. Nach dem Essen turnten noch einige zur allgemeinen Erheiterung auf den Balken des Stalles herum - für die erfolgreiche Meisterung der Akrobatik winkte noch eine kleine Belohnung... An der Hotelbar liessen wir den ersten Tag dann langsam bei Billard und Tischkicker-Matches ausklingen.
Kurz danach weckten uns die ersten Sonnenstrahlen des Sonntages - perfekter konnte es unsere Reiseleiter nun wirklich nicht treffen! Nach einer kurzen Stärkung teilten wir uns in 3 Gruppen auf - die Hardcore-Gruppe liess sich auf dem Sessellift hoch zur Alp-Stätz transportiern um von dort aus das Stätzer Horn zu erklimmen, wo sie nach einer kurzen Stärkungspause via Piz Danis den Gipfel des Piz Scalottas stürmten.
Die zwei anderen Gruppen liessen sich mit dem Postbus bis zur Lenzerheide chauffieren, wo diese bei bestem Wetter um den schönen Heidsee pilgerten. Danach gingen die einen über den Globi-Wanderweg hoch bis zum Bergrestaurant Tgantieni, die anderen wählten den bequemeren Weg mit dem Sessellift. Zum Schluss haben wir uns letztendlich aber alle wiedergefunden auf dem Gipfelrestaurant Piz Scalottas in luftigen Höhen von 2322m. Bei einem währschaften Essen und einer Flasche Calanda liessen wir uns die Sonne auf den Pelz brennen. Gegen Abend ging es dann zurück Richtung Heimat. Zufrieden vom schönen Wochenende pilgerten danach alle zufrieden nach Hause - Gerüchten zufolge träumen einige immer noch mehr vom Bündner als vom anderen Fleisch...(ttö)