Männerchor
Männerchor Staretschwil auf Reise

Reise in die Alpenmetropole Brig

Marcel Siegrist
Merken
Drucken
Teilen

In der regnerischen Morgendämmerung wartet am Bahnhof Baden eine reiselustige Schar auf den Zug. Er soll sie via Bern, Lötschberg in die Alpen-Metropole Brig bringen. Kaum eingestiegen, erwachen die Gemüter: man unterhält sich, es wird diskutiert, gelacht. Die letzten Neuigkeiten werden ausgetauscht. Im Nu wird Bern erreicht. Der kurze Aufenthalt bietet Gelegenheit, das versäumte Frühstück nachzuholen. Gestärkt geht's weiter Richtung Oberwallis. Kaum bemerkt wird die kurze Durchfahrtszeit des zurzeit längsten Bahntunnels. In Brig besteigen wir das Postauto nach Blatten. Doch der feuchtnasse Nebel lässt das Vorhaben einer Hochfahrt zur Belalp buchstäblich ins Wasser fallen. Schade! An diesem Wochenende findet in Brig der „2. Int. AlpenChorFestival Oberwallis" statt. Und das bietet uns Gelegenheit, diesen Anlass zu besuchen. „Lieder üf der Gass", heisst das Motto. Rund 20 hochkarätige Chöre aus dem In- und benachbarten Ausland tragen ihr auserwähltes Liedergut vor. Leider lässt das nasskalte Wetter nicht zu, die Chöre draussen auf den Strassenbühnen auftreten zu lassen. Es muss in Kirchen und in andere Lokalitäten - dafür mit besserer Akustik - ausgewichen werden. Was aber da zu hören war, war nicht nur vielseitig, einzigartig: es war hohe Klasse. Ein Erlebnis! - Ein recht gutes Essen und ein gemütliches Beisammensein runden den Abend in dem Sinne ab, dass einige Unentwegte ihr Zimmer nur mit Hilfe des Hoteliers finden. - Am Sonntagmorgen - gleich nach dem reichhaltigen Frühstück - ging's wieder los. Ein Bähnchen führt uns durch die schmucken Strassen und teilweise engen Altstadt-Gassen von Brig und Naters. Der Besuch des Festgottesdienstes im Hof des prächtigen Stockalper-Schlosses, musikalisch mitgestaltet von den Gastchören, und das anschliessende Matineekonzert sind eindrücklich; ihr harmonischer Chorklang wird noch lange nachhallen; im Gaumen aber auch das vorzügliche Mittagessen, das wir in behaglicher Ambiance genossen. Die Zeit bis zur Rückfahrt nach Staretschwil bzw. Umgebung wird noch für einen„Verdauungslauf" genutzt. Die historisch bedeutungsvolle Altstadt bietet ja vieles. Vielen Dank Josef Wettstein für die mustergültige Organisation und Reiseleitung! (AKU)