Sozialdemokratische Partei
Lohndruck stoppen – Mindestlöhne jetzt!

Nationalratskandidatin Astrid Andermatt zum 1. Mai 2011:

Marcel Siegrist
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An der gut besuchten 1. Maifeier in Baden, an der sich seit einigen Jahren auch die SP Bezirk Zurzach beteiligt, moderierte Astrid Andermatt das Podiumsgespräch mit Ivica Petrusic, Grossrat Baden und Silke Treusch, Gewerkschaftssekretärin Unia. Im Zentrum stand die Diskussion zu Lohnexzessen und ungerechten Löhnen.
Als ob nichts gewesen wäre: Wirtschaftskapitäne und Spitzenmanager erbeuten wieder ihre Millionenboni. Und die technokratischen Helfer in der Politik sorgen dafür, dass sie dies ungestört tun können. Die Löhne der Normalverdienenden dagegen sind unter Druck. Das Resultat: Noch nie waren die Reichen so reich. Noch nie war der Graben zwischen der Elite und den normalen Leuten so weit offen. Hier besteht dringlicher Handlungsbedarf.

Mindestlohninitiative
Mit der Lancierung der Mindestlohninitiative beschreiten die schweizerischen Gewerkschaften im Kampf gegen den Lohndruck neue Wege, unterstützt von der SP. Die Initiative verlangt von Bund und Kantonen ausdrückliche die Förderung von Gesamtarbeitsverträgen mit branchen-, berufs- und ortsüblichen Löhnen. Gleichzeitig ist es nicht akzeptabel, dass Frauen nach wie vor durchschnittlich ein Viertel weniger Lohn erhalten als Männer für gleichwertige Arbeit.

1:12 - Gemeinsam für gerechte Löhne
Heute verdient ein Top-Manager in der Schweiz im Schnitt 73 Mal mehr als sein Mitarbeiter oder seine Mitarbeiterin mit dem kleinsten Lohn - eine schreiende Ungerechtigkeit. Die 1:12-Initiative schafft gerechte Löhne - der höchste Lohn in einem Unternehmen soll maximal 12 Mal höher sein als der kleinste. In vielen KMUs ist dies auch die Realität, im Gegensatz zu Banken, Konzernen u. ä., wo die Lohnexzesse der Spitzenmanager an der Tagesordnung sind.
Im Weiteren diskutierten die PodiumsteilnehmerInnen brennende Themen wie den Abbau bei den Sozialversicherungen, die Integration der in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer sowie die Bedeutung der Freiwilligenarbeit. Fazit: Die Sozialdemokratische Partei und die Gewerkschaften stehen für einen leistungsfähigen, ausgleichenden Staat mit sicheren Arbeitsplätzen und gerechten, existenzsichernden Löhnen.